Lübtheen : Abschied von den alten Zapfsäulen

Verladung alter Zapfsäulen in Lübtheen mit Ziel Polen. Die Zustände um die Lagerplätze haben sich verbessert.
Verladung alter Zapfsäulen in Lübtheen mit Ziel Polen. Die Zustände um die Lagerplätze haben sich verbessert.

Unternehmer Philipp Steinbeck hat die schlimmsten Lager räumen lassen und einen Teil der Anlagen wieder verkauft

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14. März 2018, 05:00 Uhr

Kommst du als Fremder in die Lindenstadt so fallen dir vor allem neue Lkw-Trailer und offenkundig gebrauchte Tankanlagen auf. Beide wurden und werden in und um die Stadt auf verschiedensten Plätzen gelagert. Für die Trailer gibt es eine langfristige Lösung, bei den gebrauchten Zapfsäulen ist es jetzt schneller gegangen. Denn der in der Region ansässige Unternehmer Philipp Steinbeck hat jetzt einige Lagerstellen geräumt. Das betrifft den Bereich Schulstraße, wo es besonders viel Kritik von Anwohnern gab aber auch das Areal am Friedhof. Hintergrund, so beschrieb es Steinbeck, sind gelungenen Verkäufe der Anlagen u. a. nach Polen. „Die Entfernung der Tanksäulen in der Schulstraße erfolgte anlässlich eines vernünftigen und einvernehmlichen Gesprächs mit dem Ortsvorsteher Thomas Pietz. Der bestätigte gestern im Gespräch mit der Schweriner Volkszeitung die Kontaktaufnahme. „Ja, es ist einiges passiert, die Situation ist deutlich besser geworden.“

Hintergrund: Der An- und Verkauf gebrauchter Tankanlagen scheint ein lohnendes Geschäft zu sein, weil sich in Deutschland genutzte Zapfsäulen u. a. in Osteuropa noch gut verkaufen lassen.

Das Thema ist kein Neues, die im Freien gelagerten Tankanlagen gehören schon seit Jahren zum Bild in um die Stadt. In die Verfahren waren auch mehrfach die Aufsichtsbehörden eingeschaltet worden, bis hin zum Landkreis. Dabei wurden keine Verfehlungen festgestellt. Mit der Zeit sind es dann immer mehr Zapfsäulen geworden. Die alten Anlagen waren nicht mehr zu übersehen. Erst vor wenigen Wochen berichtete SVZ über die zunehmenden Sorgen von Anwohnern, die im Sommer auch über den Geruch von Betriebsstoffen geklagt hatten.

Das konnte sich Zapfsäulen-Händler Steinbeck dann doch nicht vorstellen. „Alle Zapfsäulen werden schon beim Abbau restentleert und zusätzlich an den Ansaugstutzen verschlossen. Sonst dürften wir sie auch gar nicht transportieren. So kommen sie an, so werden sie zwischengelagert und weiter transportiert.“ Steinbeck hatte bereits unmittelbar nach dem Bericht unserer Zeitung reagiert und in Absprache mit seinen Pächtern der Flächen Abhilfe versprochen.

Der Händler gab zu, dass sich das Geschäft lohne, ohne Zahlen zu nennen. Das Absatzgebiet läge im gesamten östlichen Europa bis hin nach Kasachstan. Aber auch dorthin dürften bei den Verladungen und Transporten keine Stoffe auslaufen.

Trotz der Besserung der Lage, werden die alten Zapfsäulen wohl nicht komplett verschwinden. Der Platz in Lübtheen Ausbau wird für Lagerung und Weitervertrieb auch künftig genutzt. „Alles ganz sauber“, wie der Verwalter schon vor Wochen versicherte.

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