Hagenow : Abschied nach vierzig Dienstjahren

Dienststellenleiter Uwe Mathews (rechts) verabschiedet Gerhard Lade (links) in den wohl verdienten Ruhestand.
Dienststellenleiter Uwe Mathews (rechts) verabschiedet Gerhard Lade (links) in den wohl verdienten Ruhestand.

Kontaktbeamter geht in den verdienten Ruhestand

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25. September 2015, 11:45 Uhr

Konkrete Pläne hat er noch keine, doch eines ist Gerhard Lade schon jetzt klar - er freut sich auf den Ruhestand und wird ihn genießen. Der Kontaktbeamte verabschiedet sich nach vierzig Jahren aus dem öffentlichen Dienst und sagt seinen Kollegen der Dienststelle Hagenow gestern feierlich Lebewohl.

Vor vierzig Jahren beginnt Gerhard Lades Laufbahn im öffentlichen Dienst. Zunächst ist er in der Armee tätig, bis er schließlich am 1. Mai 1984 zur Polizei kommt. Zu Beginn möchte er zur Wasserschutzpolizei. Als daraus nichts wird, startet er seinen Dienst im Polizeirevier Hagenow. Seit knapp neunzehn Jahren ist Gerhard Lade dort nun als Kontaktbeamter für den Bereich Hagenow-Land tätig. In dieser Position arbeitet der 60-Jährige als Polizeibeamter mit den Behörden und Ämtern Hagenow-Land zusammen. Er ist der Ansprechpartner der Bürger. „Man muss von allem etwas können“, sagt Gerhard Lade mit einem Lachen. Auf die Frage, ob es ein Ereignis in seiner Dienstzeit gibt, an das er sich besonders erinnern kann, antwortet der bald pensionierte Beamte „Wir haben immer alles gemacht, was wir machen mussten. Aber der G8 Gipfel in Heiligendamm 2007 war schon etwas außergewöhnliches in Punkto Polizeiarbeit.“

Gerhard Lade ist kein Mann der vielen Worte, doch mit seiner tatkräftigen Unterstützung und seiner Standfestigkeit wurde er zu einem hoch geschätzten Mitglied des Hagenower Polizeireviers. Aus diesem Grund war gestern auch Dieter Quast, Amtsvorsteher des Amtes Hagenow-Land, bei der feierlichen Verabschiedung zu Gast, um sich für die jahrelange gute und produktive Zusammenarbeit zu bedanken.

Auch Dienststellenleiter Uwe Mathews möchte den 60-Jährigen mit einer kurzen Ansprache ehren. „Vierzig Jahre im Dienste der Bevölkerung. Das schafft nicht jeder. Er weiß, was das mit sich bringt - es heißt Entbehrung für die Familie, Entbehrung für sich selbst und auch seine eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen“, sagte Mathews. „Er ist derjenige, der die Verbindung zwischen der Bevölkerung, den Ämtern und der Polizei gehalten hat. Er hat im Hintergrund gearbeitet und geholfen, ohne dass ihm jemand dafür eine Medaille überreicht hat.“

Wie wertvoll Gerhard Lades Arbeit für die Dienststelle Hagenow war, zeigt auch der Versuch, seine Dienstzeit zu verlängern. Dieser Antrag wurde vom Innenministerium jedoch abgelehnt. Deshalb wendet sich Dienstellenleiter Uwe Mathews in seiner Rede noch ein Mal direkt an seinen Kollegen. „Ich möchte dir noch ein Mal, auch im Namen deiner Kollegen und Kolleginnen, ganz recht herzlich Danke sagen, weil du mit deiner Art und mit deinem Tätig werden unauffällig, aber eine Stütze des Revieres warst“, so Mathews. „Ich brauchte mir nie Gedanken machen, ich wusste immer Gerd macht das. Das war eine Topleistung.“

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