Stabel : Abenteuertrip am Trappsee

Herrlich! Einfach mal abtauchen.
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Jugendliche genießen Ferien im Waldcamp mit ihren Lehrerinnen

svz.de von
22. Juli 2019, 08:05 Uhr

Eine letzte Tagesaufgabe steht noch an, bevor Mia, Xenia, Leonie, Philipp, Erik und Fabio nach einer Woche Ferien wieder in ihren Alltag zurückkehren: „Anneliese 2.0“ soll ihren Stapellauf bestehen, die erste „Anneliese“ war bei ihrer Jungfernfahrt leider in den Fluten des Trappsees bei Stapel versunken. „Das war mehr so Titanic“, lacht Mia. Aber die Konstruktion eines Floßes aus schmalen Holzstämmen, Seilen und leeren Wasserkanistern ist gar nicht so leicht, bestätigt Floßbaumeister Erik. „Tja, das ist Survival“, frotzelt Katharina Reibe, „Das muss auch ohne Nägel und Hammer halten.“ Und „Anneliese 2.0“ hält.

Ein Waldcamp der Grund- und Oberschule Neuhaus sogar in den Ferien? „Nein, das hier ist eine ganz private Angelegenheit“, erklärt Diane Apel, „Ich hatte spontan die Idee, ob wir so was auch mal in den Ferien machen. Die Ausrüstung kommt von der Schule und unser Hausmeister Holger Stöckmann besucht uns jeden Tag, um zu schauen, ob es uns gut geht. Sonst ist hier nichts mit Schule.“ Besonders die Schüler, die beim letzten Waldcamp viel Verantwortung übernommen und die jüngeren Kinder betreut hatten, wurden gefragt, ob sie Lust auf eine Woche Ferien im Tipi am Trappsee haben.

Ob den Jugendlichen ihr Urlaub gefällt, braucht man gar nicht zu fragen. Sie sind total entspannt, fröhlich, ausgelassen und hochkonzentriert beim Fischausnehmen, Baden oder der Holzbearbeitung. „Das Handy spielt überhaupt keine Rolle und somit ist auch der soziale Druck weg“, freut sich Diane Apel, „Wir bleiben für sie ‚Frau Reibe‘ und ‚Frau Apel‘, das ist klar, aber es ist in dieser Woche ein enges Vertrauensverhältnis zwischen uns entstanden. Das ist sehr schön.“

Dass sie die Ferien mit ihren Lehrerinnen verbringen, stellt für die Mädchen kein Problem dar. „Solange hier kein Mathe oder Englisch unterrichtet wird, ist doch alles gut“, bestätigt Xenia. „Der Platz hat was“, genießt Katharina Reibe die Aussicht vom See auf die andere Elbseite, „Ich war verwundert, dass einige Eltern den Trappsee gar nicht kennen.“ Im kleinen Ferienparadies unweit der Straße von Neuhaus nach Stapel riecht es inzwischen lecker nach Abendbrot. Gekocht wird im Camp ausgiebig und gerne. Kaiserschmarrn, Würstchengulasch oder Feta-Salat mit Maden aus dem Supermarkt. „Der Salat hat dann einen nussigen Nachgeschmack“, kommentiert Leonie nicht ganz überzeugt. Philipp und Fabio bereiten ihren Fang des Tages zum Verzehr vor: einen kapitalen Karpfen und mehrere Aale. Über dem offenen Feuer gegrillt, einfach köstlich.

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