Staugefahr auf der A24 : Ab Montag neue Großbaustelle

<strong>So sehen die Staus</strong> aus, wenn die Großbaustellen auf der A 24 eingerichtet werden. Ab Montag ist es wieder soweit, dieses Mal zwischen Hornbek und der neuen Wildbrücke in Richtung Berlin. Das bedeutet, der gesamte Verkehr muss über die Richtungsfahrbahn Hamburg bis zum 16. November geführt werden. <fotos>Mayk Pohle/Archiv</fotos>
1 von 3
So sehen die Staus aus, wenn die Großbaustellen auf der A 24 eingerichtet werden. Ab Montag ist es wieder soweit, dieses Mal zwischen Hornbek und der neuen Wildbrücke in Richtung Berlin. Das bedeutet, der gesamte Verkehr muss über die Richtungsfahrbahn Hamburg bis zum 16. November geführt werden. Mayk Pohle/Archiv

Die A24 bekommt ab Montag ihre Großbaustelle. Zwischen Hornbek und der Landesgrenze wird ein 5,3 Kilometer langer Abschnitt in Richtung Berlin komplett erneuert. Staugefahr besteht beim Einrichten der Baustelle.

svz.de von
21. Juli 2012, 03:22 Uhr

Hornbek/Gallin | Ab Montag früh geht es wieder los mit der nächsten Großbaustelle auf der A 24 in Schleswig-Holstein. Dieses Mal wird ein 5,3 Kilometer langes Stück in Richtung Berlin zwischen der Anschlussstelle Hornbek und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern komplett erneuert. Dafür muss der gesamte Verkehr für Monate im so genannten 4:0-System auf die Gegenfahrbahn gebracht werden. Besonders schlimm werden die kommenden zwei Wochen, wenn die Baustelle unter laufendem Verkehr eingerichtet wird. Zunächst müssen die Überfahrten zur anderen Fahrbahn gebaut werden. Spätestens am 1. August soll die Baustelle eingerichtet sein. Bis dahin ist vor allem in den Stoßzeiten mit zum Teil beträchtlichen Staus zu rechnen. In den vergangenen Jahren gab es bei der Einrichtung ähnlicher Baustellen Staus von bis zu zehn Kilometern. Tausende Pendler, aber auch jeder, der nach Hamburg und ins Umland der Metropolregion fahren will, muss mit deutlichen Verzögerungen rechnen. Umleitungen gibt es allenfalls sehr weiträumig, doch auch diese Straßen sind in den Morgen- und Nachmittagsstunden meist überlastet.

So gibt es die Möglichkeit im Norden über die A 20 bis zum Kreuz Lübeck auszuweichen und dann über die A 1 und das Kreuz Hamburg Ost zu fahren. Im Süden und Westen könnte sich für einige der Weg über die Bundesstraße 5 über Geesthacht empfehlen, doch auch hier geht es meist langsam voran. Zusätzlich gibt es noch die Chance, gleich in Richtung Lüneburg und dann weiter über die dortige Autobahn in Richtung Hamburg zu fahren.

Für die meisten Pendler werden sich diese Umwege nicht lohnen, sie müssen mehr Zeit einplanen. Nach der Einrichtung der Baustelle pendelt sich das Verkehrsgeschehen erfahrungsgemäß ein.

Die Baustelle, die konkret zwischen den Kilometern 42,8 bis km 48,1 eingerichtet wird, soll bis zum 16. November bestehen bleiben. Das teilte der für die Baustelle zuständige Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Lübeck mit.

Dieser ca. 5,3 km lange Bauabschnitt ist Bestandteil der gesamten Erneuerung für die BAB A 24 zwischen dem Autobahnkreuz Hamburg-Ost und der Landesgrenze mit Mecklenburg-Vorpommern. Im Jahre 2010 ist in diesem Bauabschnitt die Richtungsfahrbahn (Rifa) Hamburg behelfsmäßig um 50 cm verbreitert worden. Diese provisorische Verbreiterung ist erforderlich, um jetzt den gesamten Verkehr zunächst auf der Richtungsfahrbahn Hamburg führen zu können.

Das Ziel der Baumaßnahme ist es, diesen vor ca. 30 Jahren fertig gestellten Autobahnabschnitt grundhaft zu erneuern. Diese Autobahn war für eine sehr viel geringere Verkehrsbelastung ausgelegt. Infolge des in den letzten 20 Jahren erheblich angestiegenen Schwerlastverkehrs hat sich der Zustand der Fahrbahn wesentlich verschlechtert. Plat-tenrisse, Plattenversätze und Betonausbrüche machen deshalb eine grundhafte Erneuerung unbedingt erforderlich.

Die vorhandene ca. 20 cm dicke Betonfahrbahn wird einschließlich der ca. 20 cm dicken Verfestigung zunächst zertrümmert, dann aufgenommen und in einem stationären Brecher aufbereitet. Dieses gebrochene Material wird unter Zugabe von Zement und Wasser als feste Unterlage in dem überwiegenden Streckenabschnitt für die neue, 27 cm dicke Betonfahrbahn wieder eingebaut. Damit wird die vorhandene Fahrbahnbefestigung vollständig wieder verwendet. Der Einbau der neuen Betondecke erfolgt in gesamter Breite (11,50 m) mit einem Gleitschalungsfertiger. Die Baukosten werden insgesamt ca. 6 Mio. € betragen. Weitere Großbaustellen sind für die kommenden beiden Jahre auf diesem Abschnitt bereits fest eingeplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen