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Hagenower Kreisblatt

23. Oktober 2017 | 10:19 Uhr

Ab jetzt gibt es wieder eine Straße

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Riesenfortschritte in der Baustelle Hagenow-Heide / Trotz neuer Asphalt-Decke bleibt die Strecke bis Ende des Jahres voll gesperrt

von
erstellt am 30.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Mit Riesenfortschritten geht es in dieser Woche auf einer der wichtigsten Baustellen der Region voran. Der erste Bauabschnitt der Landesstraße in Hagenow Heide ist asphaltiert worden. Parallel haben unter Regie der Firma Westa-Bau die Arbeiten an der Entwässerung im zweiten Bauabschnitt, der ist 300 Meter. lang, begonnen. In der kommenden Woche soll dann der Bau des Gehweges starten. Nach monatelangen und zum Teil sehr komplizierten Bauarbeiten geht es jetzt auch optisch voran. An eine vorzeitige Öffnung dieser Straße für den Durchgangsverkehr ist bis Ende des Jahres jedoch nicht zu denken. „Laut Ausschreibung haben wir den ersten und zweiten Bauabschnitt bis Ende des Jahres fertigzustellen. Das schaffen wir. Danach werden wir für die zu erwartende Winterpause die Straße öffnen. Mit der Baufreiheit im kommenden Frühjahr wird wieder voll gesperrt, um den dritten Bauabschnitt zu anzugehen. Da rechnen wir dann noch einmal mit zwei bis drei Monaten“, skizziert Bauunternehmer Heiko Wolff den weiteren Ablauf.

Er hat mit seinen Leuten gerade mit dieser Baustelle sehr viel erlebt. Neben den Protesten, vor allem aus dem Kuhstorfer Bereich, gab es während der Bauphase erst Probleme mit der Kabelumverlegung. Dann stießen die Arbeiter bereits in 1,70 Meter Tiefe auf Grundwasser. Schließlich war die erst vor 20 Jahren gebaute Schmutzwasserleitung umzuverlegen. Doch jetzt sind die Männer um Bauleiter Matthias Weiß aus der Erde raus und können sich den oberirdischen Arbeiten widmen.

Schon auf den ersten Blick zeigt sich, die neue Straße hat einen Knick bekommen, der später wieder mit einem Schlenker korrigiert wird. „Das liegt an der großen Eiche gleich zu Beginn der Straße. Um den kombinierten Rad- und Gehweg (drei Meter breit) bauen zu können, brauchten wir mehr Platz. Daher ist der Radius leicht verändert worden. Später schwenkt die Straße dann wieder ein“, so Bauleiter Weiß. Autofahrer, die aus dem Eisenbahntunnel kommen, sollten nicht zu schnell fahren, um die Kurve zu kriegen. In Längsrichtung gesehen hat die Straße kaum Gefälle, dafür aber in der Querrichtung. Eine leichte Schrägneigung von 2,5 Prozent in Richtung Gehwegseite soll dafür sorgen, dass das Wasser ablaufen kann.

Die Asphalt-Aktion war gewaltig: 980 Tonnen gingen in die zehn Zentimeter hohe Tragschicht, es folgten 530 Tonnen für den sechs Zentimeter starken Binder und 440 Tonnen für die vier Zentimeter Deckschicht. Die Arbeiter eines Sub-Unternehmens mussten teilweise länger arbeiten, weil nicht genügend Lkw da waren, um das Mischgut aus Brenz nach Hagenow zu bringen. Personal ist überall knapp, auch auf dem Bau.

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