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Modellversuch der neuen Wertstofftonne nur in Hagenow : Ab Dienstag kommt Orange ins Spiel

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Wenn die neuen Tonnen mit dem organgefarbenen Deckel nach Hagenow kommen, geht es für die Entsorger aber am Ende auch für die Bürger um einiges: Um die Zukunft der Müllentsorgung nämlich.

Hagenow | Wenn die neuen Tonnen mit dem organgefarbenen Deckel nach Hagenow kommen, geht es für die Entsorger aber am Ende auch für die Bürger um einiges: Um die Zukunft der Müllentsorgung nämlich.

Steffen Grünwaldt, der Betriebsleiter des kreislichen Abfallwirtschaftsbetriebes, formuliert es so: "Wir wollen mit den Hagenowern testen, inwieweit wir die Entsorgung im Landkreis insgesamt neu ausrichten können. Daher ist es enorm wichtig, dass die neue Tonne nicht nur akzeptiert, sondern auch aktiv genutzt wird. Ziel ist ganz klar, mehr Rohstoffe einzusammeln, Ziel ist aber auch langfristig, von den Gelben Säcken wegzukommen."

Ab Dienstag werden in enger Zusammenarbeit mit der "Willi Damm GmbH" im ersten Schwung mehr als 2000 Tonnen mit dem auffälligen Deckel den Bürgern in Hagenow und Hagenow-Heide vor die Tür gestellt. Die anderen Hagenower Ortsteile sind nicht betroffen.

Wer eine neue Tonne vor seiner Tür findet, kann dann entscheiden, ob er diese nun nutzen will oder nicht. Die Teilnahme am Versuch ist und bleibt freiwillig, Hinweis an die Hotline oder schriftliche Einwendung genügt. Mit den großen Wohnungsunternehmen gibt es bereits entsprechende Vereinbarungen. Vor Blöcken mit mehreren Wohnungen werden größere Behälter aufgestellt. Die Standardgröße für ein Einfamilienhaus beträgt 240 Liter.

Die neue Tonne soll nicht nur den Gelben Sack ersetzen, sie kann mehr aufnehmen. Zum Beispiel nicht mehr benötigte Haushaltsartikel aus Kunststoff, Schüsseln, Eimer, Spielzeug, Badartikel. Und auch Haushaltsartikel aus Metall. Nicht entsorgt werden dürfen Elektrogeräte, Alttextilien und Batterien. Auch Papier und Kartonagen gehören nach wie vor in die Papiertonne. Und natürlich können die Dinge, die bisher korrekt im Gelben Sack gelandet sind, auch in die orangefarbene Tonne. Vorrangig sind das die so genannten Leichtverpackungen.

Mit dem Modellversuch, für den Hagenow mit seiner wechselnden Wohnbebauung gezielt ausgesucht wurde, geht der Kreis in die Offensive. Denn spätestens ab 2015 wird eine bundesweite Regelung zu dem Thema erwartet und der Landkreis will vorbereitet sein. Sollte der Versuch erfolgreich sein, wird die neue Tonne wohl schnell im alten Landkreis Ludwigslust und später auch im Großkreis heimisch werden. Zuvor jedoch soll ermittelt werden, wie hoch der Aufwand ist, wieviel wirklich eingesammelt wird, wie sortenrein das Ganze ist. Dieser Teil obliegt der Willi Damm GmbH, die ja jetzt schon in der Region für die Gelben Säcke zuständig ist. Dass deren Tage gezählt sind, ist kaum noch ein Geheimnis. Pro Jahr werden im Altkreis Ludwigslust gut 80000 Euro ausgegeben, um die zu verteilenden sechs Millionen Gelben Säcke zu beschaffen. Von denen landen dann aber nur zwei Millionen tatsächlich bei der Entsorgung, der Rest wird zweckentfremdet.

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erstellt am 01.Dez.2011 | 06:41 Uhr

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