A14: Lückenschluss und Umgehung

Verkehrsminister Volker Schlotmann wird zur A14 von mehreren Journalisten befragt.
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Verkehrsminister Volker Schlotmann wird zur A14 von mehreren Journalisten befragt.

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02. November 2012, 06:52 Uhr

Ludwigslust | Mit einem für die Region bisher beispiellosen Aufwand an Vorbereitung und Personaleinsatz ist am Donnerstag auf der B 191 zwischen Ludwigslust und Grabow der erste Spatenstich für den Weiterbau der A 14 zwischen Schwerin und Magdeburg vollzogen worden. Fast beispiellos in der jüngeren Geschichte war die Ballung an politischen Würdenträgern, die sich da am massivsten Hinweisschild aller Zeiten versammelt hatten. Gekommen waren aber auch nahezu alle Bürgermeister der Region, Firmenvertreter und auch etliche Bürger. Nur Gegendemonstranten, die gab es zur Eröffnung nicht.

Ein Hinweis auf die übergroße Akzeptanz, die das Bauvorhaben in der Region findet. Das hat ganz praktische Gründe. Denn gerade der gestern begonnene Abschnitt 7 der A14 wird mit seiner geplanten Fertigstellung in 2015 die Stadt Ludwigslust vor dem Verkehrskollaps retten. Nicht umsonst haben die Planer dieses Autobahnstück dicht und in einem Bogen um die Stadt gelegt. Und nicht umsonst wird es auf der B5 zwischen Grabow und Ludwigslust die nächste Anschlussstelle geben, damit die A14 hier als Umgehung des zugestauten Ludwigsluster Zentrums funktionieren kann. Schon jetzt gehören die B5 und die B 191, die durch die Stadt führen, zu den am meisten befahrenen Bundesstraßen der Region.

Konkrete Erwartungen an das lange vorbereitete Verkehrsprojekt haben auch die Interessenvertreter der Wirtschaft. Uwe Hellriegel, Vizepräsident der IHK zu Schwerin: "Der Anschluss Westmecklenburgs an den mitteldeutschen Raum über Magdeburg nach Dresden insbesondere für die regionale Industrie, Hafenwirtschaft und den Tourismus bedeutsam ist." Die Ludwigsluster Region knüpft vor allem rund um das entstehende Autobahnkreuz Schwerin Erwartung an neue Gewerbeansiedlungen, das bisherige Gewerbegebiet Fahrbinde soll dann sein bisheriges Schattendasein beenden und gewaltig aufgewertet werden.

Hoffnungsvoll stimmte auch die Ankündigung des Staatssekretärs Mücke aus dem Bundesverkehrsministerium, der davon sprach, auch den Verkehrsabschnitt 6, von der B 5 bis ins Brandenburgische, noch in diesem Jahr beginnen zu wollen. Das war vor Monaten schon mal angekündigt worden, hat aber nun offiziellen Charakter.

Erleichterung war dann auch unter den mehr als 300 Gästen des Spatenstichs die vorherrschende Meinung. Erleichterung darüber, dass nach allen Ankündigungen, nach endlosen Planungen nun gebaut wird. Der Spatenstich von Ludwigslust war auch der erste wirkliche, die bisher im Magdeburger Raum begonnenen Vorhaben hatten eher symbolischen Wert.

Die Auswirkungen des Autobahnbaus sind in der Region schon länger konkret zu spüren, auf der B 106 zwischen Schwerin und Ludwigslust. Diese Bundesstraße soll wegen der parallel verlaufenden Autobahn Landesstraße werden und wird komplett saniert. Die Staus an den Baustellen sind vor allem im Berufsverkehr schon jetzt berüchtigt. Umfahren dringend empfohlen.

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