Hagenow/Boizenburg : Sturmtief Daniel sorgt für Schäden und Stromausfall in der Region

von 02. Dezember 2021, 13:43 Uhr

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Wegen Sturmtief Daniel mussten unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren der Region oft ausrücken. So war die Besitzer Wehr etwa auf der K15 zwischen Besitz und Kuhlenfeld im Einsatz.
Wegen Sturmtief Daniel mussten unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren der Region oft ausrücken. So war die Besitzer Wehr etwa auf der K15 zwischen Besitz und Kuhlenfeld im Einsatz.

Im Amt Boizenburg-Land mussten die Wehren 13-mal ausrücken. Zahlreiche Störungen in der Stromversorgung rufen die Wemag auf den Plan.

Boizenburg/Hagenow/Schwerin | Sturmtief Daniel hat in der Nacht zu Donnerstag seine Spuren in der Region hinterlassen, von umgestürzten Bäumen bis hin zu Stromausfällen. So hat es etwa im Amt Boizenburg-Land 13 Einsätze gegeben, berichtet der Sprecher der Feuerwehren Amt-Boizenburg, Kristoph-Felix Piepke. Sieben Einsätze allein zwischen 22 und 24 Uhr Den Anfang machten die Feuerwehren Schwanheide und Nostorf um 15.15 Uhr. In Nostorf war ein Telefonmast auf die Straße gestürzt. Um weiteren Schaden zu verhindern, zogen die Feuerwehrleute ihn von der Straße, so dass der Verkehr wieder rollen konnte. „Beeinträchtigungen gab es hierdurch meines Wissens nicht“, so Piepke. Der Höhepunkt des Sturms sei zwischen 22 und 24 Uhr gewesen, sieben Mal mussten die Wehren in dieser Zeitspanne ausrücken. Immer gaben umgestürzte Bäume Grund zur Alarmierung, in Bandekow löste der Sturm eine Terrassenüberdachung, die auf dem Dach des Nachbarn landete. Verletzt wurde bei allen Einsätzen glücklicherweise niemand, berichtet der Wehrsprecher. Die letzte Alarmierung habe es am Donnerstagmorgen in Badekow gegeben, wo zwei Bäume die Durchfahrt versperrten. Auch diese konnten zügig geräumt werden. Im Einsatz waren Mittwoch und Donnerstag die Wehren aus Schwanheide, Gresse, Brahlstorf, Nostorf, Lüttenmark, Tessin, Besitz, Kuhlenfeld, Neu Gülze, Teldau und Dammereez. Donnerstagmorgen noch 900 Wemag-Kunden ohne Strom Des Weiteren kam es im Netzgebiet der Wemag zu zahlreichen Störungen. Erhebliche Schäden wurden an den Mittel- und Niederspannungsnetzen festgestellt, berichtet Diana Kuhrau, Pressesprecherin des Schweriner Unternehmens. Insgesamt seien bis zu 17.000 Haushalte von der Stromversorgung getrennt worden, verteilt über die Nacht. Stand Donnerstag, 2. Dezember, 10 Uhr, waren noch rund 900 Kunden ohne Strom. Zum frühen Nachmittag hin waren alle wieder am Netz. „Dank der guten Zusammenarbeit und des Einsatzes der Mitarbeitenden des Netzbetriebes konnte die Stromversorgung schrittweise wiederhergestellt werden. Alle Kundinnen und Kunden waren bis 14 Uhr wieder mit Strom versorgt“, sagt Julian Bade, Abteilungsleiter der Netzdienststellen bei der Wemag. Stark betroffen war unter anderem die Region um Hagenow sowie Bützow, Gadebusch und Neustadt-Glewe. Aufgrund zahlreicher zeitgleicher Störungen und dem anhaltenden Sturm über Nacht war eine unmittelbare Störungsbehebung und vollständige Widerversorgung in der Nacht nicht möglich gewesen, erklärt Tim Stieger, technischer Geschäftsführer der Wemag Netz. Der Bereitschaftsdienst sei bereits am Abend des 1. Dezembers erhöht worden. „Die Reparaturarbeiten haben wir bis in die Nacht hinein schon mit unseren Partnern, den Montagefirmen in der Region, abgestimmt“, so Stieger. Wer einen Schaden an technischen Anlagen der Wemag Netz feststellt, wendet sich bitte an die zuständige Störungsstelle unter der Rufnummer 0385 755111. Lesen Sie auch: Weihnachtsbäume fallen Sturm zum Opfer Glatte Straßen, umgestürzte Bäume im Raum Ludwigslust Sturmtief „Daniel“ stürzt MV ins Schneechaos ...

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