Asylbewerber unter Tatverdacht : Prozess um gewaltsamen Tod eines Rentners in Wittenburg beginnt

Ein 21-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan soll einem 85-Jährigen im vergangenen November im Schlaf die Kehle durchgeschnitten haben. Dafür muss er sich nun vor Gericht verantworten.

svz.de von
10. April 2019, 12:00 Uhr

Unmittelbar danach soll er die Worte «Es tut mir leid!» gesagt haben und geflohen sein. Er war kurz darauf in Schleswig-Holstein festgenommen worden.

Der abgelehnte Asylbewerber war den Ermittlungen zufolge von der in der Flüchtlingshilfe in Sachsen tätigen Tochter des Opfers für Hilfsarbeiten am Haus nach Wittenburg geschickt worden. Er war am Vorabend der Tat dort eingetroffen. Der junge Mann soll schon im Sommer 2018 kurzzeitig zur Pflege des alten Herrn eingesetzt gewesen sein. Ein Haushaltshelfer, der ebenfalls im Haus wohnte, soll die Tat über die Kamera eines Babyfons beobachtet haben.

Am Alter des Angeklagten hatte es erhebliche Zweifel gegeben. Ein Gutachter hatte laut Staatsanwaltschaft in der Untersuchungshaft festgestellt, dass er «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit» über 21 Jahre alt ist. Damit wäre eine Verurteilung nach Jugendstrafrecht nicht mehr möglich.

Weiterlesen: Rentner Kehle durchgeschnitten: Angeklagter schweigt

Weiterlesen: Anklage gegen mutmaßlichen Mörder von Rentner in Wittenburg

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen