Boizenburg : Mann erstochen: Mutmaßlicher Täter schweigt

Am Morgen nach der blutigen Tat mit einem verletzten Polizisten und einem Toten wird die Leiche von einem Bestatter vom Ort des Geschehens geholt.

Am Morgen nach der blutigen Tat mit einem verletzten Polizisten und einem Toten wird die Leiche von einem Bestatter vom Ort des Geschehens geholt.

Polizei entdeckt Leiche in Wohnung des Verdächtigen. Motiv weiter unklar.

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22. Februar 2020, 11:47 Uhr

Nach den tödlichen Messerstichen auf einen 41 Jahre alten Mann in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist das Tatmotiv weiterhin unbekannt. Der inhaftierte mutmaßliche Täter hat sich dazu bisher nicht geäußert, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin am Sonnabend der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das Amtsgericht Schwerin hatte am Freitag Haftbefehl gegen den 42-Jährigen wegen Totschlags und Mordversuchs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen.

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Tatverdächtiger schoss auf Polizisten

Der Mann ist laut Staatsanwaltschaft dringend verdächtig, am Donnerstagabend mehrfach mit einem Messer auf seinen Nachbarn eingestochen und ihn dadurch getötet zu haben. Den Angaben der Ermittlungsbehörden zufolge hatte der Mann selbst die Polizei angerufen und einen Suizid angekündigt. Als die Beamten eintrafen, habe er die Wohnungstür nicht geöffnet, woraufhin die Polizisten gewaltsam in die Wohnung in dem Mehrfamilienhauses eingedrungen seien. Der Mann habe dann mehrfach auf die Beamten geschossen. Dabei wurde ein 35 Jahre alter Beamter am linken Unterarm getroffen. Er wurde operiert; Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht.

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Sascha Nitsche
 

Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der Schütze die Waffe später niedergelegt und sich festnehmen lassen. Er sei unverletzt geblieben.

Der Mann soll bei der Tat unter Alkoholeinfluss gestanden haben.

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