Leichtsinn in Strohkirchen : Mann bei ICE-Unfall verletzt - Strecke Berlin-Hamburg gesperrt

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Ein Mann will Gleise einer Schnellfahrstrecke überqueren und wird vermutlich durch den Fahrtwind eines ICE niedergerissen. Eine zweistündige Sperrung der Strecke ist die Folge. Der Mann wird verletzt.

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18. Januar 2019, 14:15 Uhr

Seinen Versuch, eine Abkürzung über Gleise zu nehmen, hat ein Mann am Bahnhof in Strohkirchen mit schweren Verletzungen bezahlt. Offenbar war er am Freitagmorgen aus einem Regionalexpress gestiegen, hatte diesen umlaufen und wollte über die Gleise auf den Nachbarbahnsteig gelangen, teilte die Polizei nach einer Videoanalyse mit. Nachdem er das erste Gleis überschritten hatte, raste allerdings ein ICE mit 220 Kilometern pro Stunde durch den Bahnhof. Der Mann wurde zurückgeschleudert und dabei schwer verletzt. Er kam per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus. Seine Identität ist noch nicht geklärt.

Mann kam Zug zu nah

„Die Sicherheitsgitter am Bahnhof sind nicht umsonst angebracht“, sagte Andreas Dziedo, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Strohkirchen, auf SVZ-Nachfrage. „Nach dem Verletzungsmuster zu urteilen wurde der Mann entweder durch den Fahrtwind weggeweht oder ganz leicht vom Zug gestreift.“ Die beiden Lokführer hätten ausgesagt, ein dumpfes Geräusch gehört zu haben. Am ICE seien allerdings keine Spuren gefunden worden.

Der Vorfall ereignete sich kurz vor 8 Uhr. Die Bahnstrecke Hamburg - Berlin wurde für rund zwei Stunden voll gesperrt, anschließend wurde der betroffene ICE nach Hagenow gefahren. Dort konnten die gut 250 Fahrgäste umsteigen und ihre Reise fortsetzen.

Die Bahnstrecke teilt Strohkirchen. Immer wieder würden dort einige über Gleise laufen, meint Andreas Dziedo: „Das machen leider mehr Leute, als man denkt.“

 

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