Großbrand in Lübtheen : Rund um die Uhr 800 Portionen

Mittagsportionen: DRK, Malteser und Bundeswehr bereiten das Essen vor, das sofort ins Waldbrandgebiet geliefert wird.
Mittagsportionen: DRK, Malteser und Bundeswehr bereiten das Essen vor, das sofort ins Waldbrandgebiet geliefert wird.

Betreuungszüge des Katastrophenschutzes bereiten auf einem Schulhof die Mahlzeiten für die Einsatzkräfte

23-13255134_23-66107381_1416391921.JPG von
05. Juli 2019, 20:00 Uhr

„Wie die Verpflegung, so die Bewegung“, sagt ein Sprichwort. Die Einsatzkräfte im Waldbrandgebiet von Lübtheen gehen in diesen Tagen an die Grenzen ihrer Kräfte. Da ist gute Verpflegung besonders wichtig. Der Herr der 800 Essensportionen, die alle sechs Stunden vorbereitet sind, ist Martin Branitz. Er ist Chef des DRK-Betreuungszuges Schwerin und kümmert sich mit seinem 36-köpfigen Team um die Bereitstellung und Zubereitung der täglichen Mahlzeiten für die Einsatzkräfte in Lübtheen – und, als es nötig war, auch für die evakuierten Einwohner. „Wir arbeiten hier mit weiteren Einheiten zusammen“, sagt der 29-Jährige Schweriner, der hauptberuflich im Katastrophenschutz tätig ist. „Dazu gehören beispielsweise ehrenamtliche Kräfte des DRK-Betreuungszuges aus Parchim, aus Ludwigslust, Einheiten aus Nordwest-Mecklenburg, die Malteser und natürlich die Bundeswehr“, zählt er auf.

Frühstück, Mittag, Kaffee, Abendbrot und Nachtessen

Für seine Mannschaft ist das Bereitstellen von täglich 800 Portionen rund um die Uhr, für Frühstück, Mittag, Kaffee, Abendbrot und Nachtessen eine Herausforderung. Drei Mal am Tag ist dabei eine Warmverpflegung eingeschlossen. Gestern gab es Fleischbällchen zum Mittagessen. Großunternehmen liefern die Lebensmittel und Zutaten direkt zur aufgebauten Großküche, die auf dem Schulhof in Lübtheen steht. Die ehrenamtlichen Helfer bereiten die warmen Mahlzeiten auf insgesamt vier Feldküchen zu.

Gestern Abend wechselten freiwillige Helfer aus der Hansestadt Rostock die Schweriner ab, die übers Wochenende nach Hause fahren, um nach einer Woche Einsatz einmal unter die eigene Dusche zu kommen und im eigenen Bett zu schlafen. „Unsere Leute sollen mal runter kommen. Am Montag sind wir dann wieder hier“, so der Zugführer.

Herausforderung: Essen an alle Einsatzorte zu bekommen

Die Einsatzlage macht es erforderlich, das Essen einzeln in Assietten zu portionieren – eine gemeinsame Aufgabe von DRK, Malteser und Bundeswehr. Zwischen Turnhalle und Schule gibt es eine große Essenausgabe. Die größte Herausforderung war nach den Worten des Zugführers zunächst, das Essen an alle Einsatzstandorte in der Lübtheener Heide zu bekommen. Schließlich brannte es überall.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen