Ehemaliger Truppenübungsplatz bei Lübtheen : Hilfe nach dem Großbrand

Der Platz des Friedens während des Löscheinsatzes: Die Panzer und Fahrzeuge der Bundeswehr haben deutliche Spuren hinterlassen.
Der Platz des Friedens während des Löscheinsatzes: Die Panzer und Fahrzeuge der Bundeswehr haben deutliche Spuren hinterlassen.

Landkreis und Sparkasse starten Spendenaktion. Erste Gelder fließen in Wiederherstellung von Plätzen in Jessenitz-Werk und Alt Jabel

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16. Juli 2019, 20:00 Uhr

Die ersten Schilder sind schon in Pritzier zu sehen. An der Kreuzung der beiden Bundesstraßen 5 und 321. „Vielen Dank“ steht dort in großen Lettern, und es richtet sich an die vielen Helfer, die beim Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen im Einsatz waren. Auch in der Lindenstadt selbst stehen Schilder entlang der Straßen, die die Dankbarkeit einer ganzen Region zum Ausdruck bringen. Daneben haben die Einwohner schon während des Katastropheneinsatzes gezeigt, wie hilfsbereit sie sind.

Weiterlesen: Nach dem Waldbrand bei Lübtheen: Dankgottesdienst in Alt Jabel für Retter

Und viele wollen auch danach noch weiter helfen. „Wir haben einige Anfragen bekommen, ob und wie gespendet werden kann“, sagt Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim. „Wir haben dann mit der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin gesprochen und ein Spendenkonto eingerichtet.“

Ein kleiner Grundstein von 10 000 Euro

Auch dort seien bereits zuvor Anfragen eingegangen, meint Kai Lorenzen, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin. Das sei ein weiterer Anstoß gewesen. Aber auch die Bank selbst habe die Absicht gehabt, sich zu engagieren. „Wir wollten einen kleinen Grundstein legen. Er soll der Allgemeinheit und den Betroffenen zugute kommen“, so Kai Lorenzen.

Den „kleinen Grundstein“ von 10 000 Euro übergab der Vorstandsvorsitzende nun in Jessenitz-Werk an Landrat Stefan Sternberg, Ute Lindenau, Bürgermeisterin von Lübtheen, und Vielanks Bürgermeisterin Christel Drewes. „Wir wollten uns da treffen, wo wir auch im Einsatz waren“, so Sternberg. Und wo deutliche Spuren hinterlassen wurden. Auf dem Platz des Friedens hatten Panzer der Bundeswehr gestanden und gewendet, er gleicht nun einem Acker. Auch mit dem Spendengeld soll er nun hergerichtet werden. „Wir müssen den Platz ohnehin anfassen“, meint der Landrat.

Der Grundstein für die Spendenaktion von 10000 Euro soll in die Dörfer Jessenitz-Werk und Alt Jabel fließen.
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Der Grundstein für die Spendenaktion von 10000 Euro soll in die Dörfer Jessenitz-Werk und Alt Jabel fließen.
 

Der Landkreis übernehme dabei die Schadensbeseitigung, die Spenden seien für Verschönerungen. Nachdem der Platz jahrzehntelang brach lag, könnte zum Beispiel wieder ein Rosenrondell, wie es sich dort schon einmal befunden hat, angelegt werden.

„Lübtheen freut sich für Jessenitz-Werk“, meint Ute Lindenau. „Besonders darüber, dass der Platz wiederhergestellt werden kann.“ Und auch Christel Drewes plant das Geld in einen Platz zu investieren, „neben der Feuerwehr in Alt Jabel. Die Kameraden wünschen sich dort einen gepflasterten Bereich.“

Spendenkonto

Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:

Landkreis Ludwigslust-Parchim IBAN: DE91 1405 2000 2510 1201 00

BIC: NOLADE21LWL

Verwendungszweck:

„Waldbrand bei Lübtheen“

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