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Hausbrand in Warlitz : 91-Jähriger bleibt unverletzt

vom

Zu einem Brand im Familienhaus eines 91-jährigen Warlitzers ist gestern früh die Feuerwehr ausgerückt. Doch die eigene Gemeindewehr wurde nicht alarmiert. Der älteste Bürger der Gemeinde hat das Haus sofort verlassen.

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2012 | 07:17 Uhr

Warlitz | Zu einem Brand im Familienhaus eines 91-jährigen Warlitzers sind gestern früh gegen 8 Uhr die Feuerwehren Redefin, Hagenow und Pritzier ausgerückt. Mehr als 30 Kameraden waren im Einsatz, nachdem der Rauchmelder in der Wohnung das Feuer angekündigt hatte. Die eigene Gemeindewehr wurde nicht alarmiert.

Zunächst sei ein Trupp ins Haus gestürmt, um nach Ursache und Brandherd zu schauen, wie der stellvertretende Amtswehrführer Hagenow-Land, Steven Böbel, auf Nachfrage mitteilte. Binnen kurzer Zeit hätten sie das Feuer im Abstellraum neben der Küche unter Kontrolle gehabt und anschließend die verqualmten Räume gelüftet.

Der Bewohner sei zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Haus gewesen, so Steven Böbel. Der älteste Bürger der Gemeinde habe nach Auskunft der Polizei sofort das Haus verlassen, nachdem der Melder losging. Seine Nichte, die sich um ihn kümmert, kam gerade vorbei und nahm sich seiner an. Augenscheinlich sei der Mann nicht verletzt gewesen, er wollte sich aber vorsorglich selbst nochmal von einem Arzt untersuchen lassen.

Nachdem sich der 91-Jährige gestern zunächst in der Werkstatt gegenüber bei einer Tasse Tee aufwärmen konnte, sei er jetzt bei der Familie in Hagenow untergekommen. Das Haus sei nicht mehr bewohnbar, unter anderem, weil die Stromversorgung unterbrochen sei, so die Polizei. Der Schaden wird auf mehr als 10 000 Euro geschätzt.

Eine technische Ursache für den Brand sei nicht auszuschließen, heißt es weiter. Ob das Feuer nun durch einen Kurzschluss oder die Geräte selbst ausgelöst wurde, prüft die Kriminalpolizei derzeit. Fakt sei aber, dass in dem Raum, in dem auch ein Ölradiator gestanden haben soll, das Feuer ausgebrochen ist.

Warum die eigene Wehr der Gemeinde nicht selbst ausgerückt ist, erklärte Bürgermeister Peter Holm mit einem Defekt in der Sendeanlage der Leitstelle in Schwerin. Er hatte sich sofort informiert, warum die Kameraden nicht alarmiert worden sind, schließlich hätten im Ernstfall Sekunden Leben retten können. Nach Auskunft von Leitstellenleiter Edwin Mörer ist das defekte Sendebauteil in Picher bereits repariert worden. Eine Testalarmierung soll heute nochmal bestätigen, dass wieder alles funktioniert, heißt es aus dem Amt Hagenow-Land.

Bürgermeister Holm war selbst sofort vor Ort, um sich vom Wohl seines ältesten Einwohners zu überzeugen. "Die Familie kann jederzeit mit der Hilfe der Gemeinde rechnen, wenn sie Unterstützung braucht."

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