25 Jahre Mauerfall : 9. November gemeinsam begehen

Bürger der Partnerstädte trafen sich im November 2009 am früheren Grenzübergang.
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Bürger der Partnerstädte trafen sich im November 2009 am früheren Grenzübergang.

Boizenburg und Lauenburg feiern mit buntem Programm Grenzöffnung vor 25 Jahren / Gottesdienst in drei Etappen geplant

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04. November 2014, 15:46 Uhr

Boizenburg und Lauenburg machen gemeinsame Sache bei den Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 9. November, dem Jahrestag des Mauerfalls vor 25 Jahren. Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches Festprogramm am kommenden Sonntag in beiden Partnerstädten. Rund 15 000 Flyer, die an die Haushalte verteilt werden sollen, informieren über die für diesen Tag organisierten Veranstaltungen. Initiiert wurde die Kooperation beider Kommunen von den evangelischen Kirchgemeinden, die Stadtverwaltungen steuerten zu den Planungen dann ihrerseits eigene Vorschläge bei.

Angefangen hat es mit der Idee, einen gemeinsamen Gottesdienst zu feiern, wie Pastorin Inga Meißner von der Kirchgemeinde Lauenburg bei der Programmpräsentation sagt. Beide Gemeinden hätten ohnehin immer mehr miteinander zu tun, dass eine Kooperationsveranstaltung zwischen Boizenburg und Lauenburg nahe lag. „Wir freuen uns schon seit langem auf das Projekt“, betont sie. Jetzt sieht das Programm für den 9. November einen Gottesdienst in drei Etappen vor.

Beginnen wird der Tag Meißner zufolge um 9.30 Uhr in der Marienkirche in Boizenburg unter dem Motto „gemeinsam zur Ruhe kommen“. Dann geht es im Autokorso zur ehemaligen Grenze nach Horst an der B 5. Dort soll das heilige Abendmahl gefeiert werden. Weiter geht
es in der Autokolonne nach Lauenburg. In der Maria-Magdalenen-Kirche endet der Gottesdienst unter dem Leitspruch „gemeinsam danken“.

„Für uns ist es wichtig, dieses wichtige Datum als Kirche gemeinsam zu begehen, ergänzt Pastor Hartwig Kiesow von der Boizenburger Kirchgemeinde. Es solle aber nicht nur der 9. November gefeiert, sondern auch an die friedliche Herbstrevolution von 1989 in der DDR erinnert werden. Sie habe einen entscheidenden Beitrag dafür geleistet, dass die Grenzen geöffnet worden seien. Zugleich wollten die Kirchgemeinden diejenigen Menschen aus Boizenburg würdigen, die in jenen Tagen Mut gezeigt und sich mit Kerzen gegen die Diktatur gestellt hätten. Und schließlich solle mit den Feierlichkeiten auch die Freude darüber zum Ausdruck gebracht werden, dass Boizenburg und Lauenburg heute völlig normal miteinander umgehen könnten. Jetzt bliebe es den Leuten überlassen, die Angebote in beiden Städten wahrzunehmen, sagt Kiesow.

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