Lübtheen : 88. Jahresfest in Lobetal gefeiert

Viele Gäste waren zum 88. Jahresfest nach Lobetal gekommen.
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Viele Gäste waren zum 88. Jahresfest nach Lobetal gekommen.

Jubiläum auf Festwiese begangen / Norbert Zobel informiert über Zukunftspläne der Einrichtung im Jahresbericht

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13. Juni 2016, 19:00 Uhr

„Unsere Schwester Lobetal ist in die Jahre gekommen. Aber sie ist noch kein bisschen brüchig oder gebrechlich geworden, sondern zeigt sich uns noch in jugendlicher und neuer Frische sowie in großer Kraft“, begrüßt Pfarrer Markus Holmer die Gäste anlässlich des 88. Lobetaler Jahresfestes.

Er freute sich gemeinsam mit Lobetals Geschäftsführer Norbert Zobel, dass trotz des eher bescheidenen Wetters so viele Gäste auf die Festwiese gekommen waren, um Zeit für Begegnungen zu haben sowie gemeinschaftlich zu erkunden, welche Veränderungen im vergangenen Jahr vonstatten gingen. „Seit nunmehr 88 Jahren steht Lobetal für gute Pflege und Betreuung, heute auch für die Verbindung von Tradition und Moderne. Einen Eindruck vom Leben in unserem Haus, von unserem Miteinander verschaffen wir Ihnen auch auf unserem Jahresfest, durch viele Begegnungen und Gespräche oder einfach durch das ‚Aufnehmen‘ von Atmosphäre“, forderte Norbert Zobel die Besucher unmissverständlich auf, nach dem feierlichen Festakt seine Einrichtung intensiver kennenzulernen.

Der Geschäftsführer freute sich, dass in Lobetal in den letzten Jahren kräftig investiert werden konnte. Zudem laufen aktuell die Bauantragsverfahren für zwei große Projekte, die in Summe eine weitere Million allein im Jahr 2016 an Investitionen erfordern. „Wir realisieren den Ausbau weiterer Zwölf-Bewohner-Einzelappartements mit zugehörigen Duschbädern im Dachgeschoss“, konnte Zobel berichten. Dadurch würde die Anpassung von Kapazitäten der hauseigenen Wäscherei an eine höhere Platzzahl alternativlos sein.

Norbert Zobel konnte und wollte in seinem Jahresbericht seine große Enttäuschung nicht verbergen, dass aufgrund vielfältiger Gesetzesänderungen die Inanspruchnahme von Altenpflegeheimen künftig vielleicht primär nur noch Schwerstpflegebedürftigen oder Menschen auf dem letzten Weg vorbehalten sein wird. Der Grund hierfür seien die geplanten Leistungskürzungen in den dann neuen unteren Pflegegraden. Ehrengast Margret Seemann, Wittenburgs Bürgermeisterin, bedauerte am Sonntag vor allem das fehlende Verständnis und die mangelnde Anerkennung der Gesellschaft für die körperlich und geistig schwierige berufliche Tätigkeit in der Pflege. „Eigentlich wird es den Menschen erst bewusst, wenn sie selbst oder durch Angehörige auf die Inanspruchnahme der Hilfe von Pflegedienstleistern angewiesen sind“, so Seemann.

Begleitet wurde der Festgottesdienst gemeinsam mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und ihrem Festprediger Inspektor Sieghard Reiter durch das Spiel des Posaunenchores sowie durch die Sänger des Kirchenchores unter der Leitung von Dorothea Ziegler. „Die Vielfalt des Chores, sein musikalisches Wirken bereichert immer wieder auch das kulturelle Leben in Lobetal“, freute sich Norbert Zobel. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen eines bunten Bühnenprogramms mit dem Fanfarenzug „Die Schweriner Spielleute e.V.“ oder der Kinderformation des Hagenower Tanzstudios.





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