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Größte Investition seit Nestlé : 70 Millionen für ein neues Werk

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Spatenstich der Schur-Pack-Gruppe gestern im Businesspark / Gallin entscheidet jahrelanges Ringen um den Standort für sich

von
erstellt am 05.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Seit gestern Nachmittag hat der Landkreis eine Großinvestition mehr: Für 68,8 Millionen Euro baut die „Schur Pack Germany GmbH“ am Neu Galliner Ring im früheren Megapark Europas modernstes Werk für Faltschachteln. Das wird ein Riesenprojekt auf insgesamt 28 000 Quadratmetern. Als Bauzeit hat der Verpackungsspezialist knapp ein Jahr kalkuliert, Mitte 2015 soll der Betrieb dann laufen. Nachteil: Das Unternehmen kommt aus Büchen, leidet dort seit Jahren unter Platznot und wird die derzeit angekündigten 130 Arbeitsplätze im wesentlichen verlagern. Und Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Bau des neuen Werkes mit erheblicher Förderung. CDU-Wirtschaftsminister Harry Glawe kam gestern persönlich vorbei, um den Bescheid in Höhe von fast 17 Millionen Euro zu überreichen. Das Geld kommt aus dem so genannten GRW-Fonds, Mittel, mit denen die regionale Wirtschaftsstruktur verbessert werden soll.

Um eben diese Förderung gibt es im 23 Kilometer entfernten Büchen schon seit Monaten erbitterten Streit, weil man sich in Schleswig-Holstein da gegenüber Mecklenburg deutlich benachteiligt sieht. Zudem gab und gibt es in der Belegschaft erhebliche Unruhe. Hans Schur, Mitinhaber der Gruppe, die international agiert, gab im Gespräch mit der SVZ gestern zu, dass die Förderung des Landes ganz wesentlich für die Entscheidung gewesen sei. Man habe auch mit Standorten in Polen geliebäugelt, sich aber für einen Standort in der Nähe entschieden. Schur erklärt auch, dass es für das alte Werk in Büchen Überlegungen gäbe, die bisher geplante Schließung zu vermeiden. Um den Investor Schur Pack hatte es seit Jahren hinter den Kulissen ein hartes Ringen gegeben. In dem Zusammenhang gab es gestern sehr viel Lob für die Wirtschaftsförderung des Landkreis, für die ebenfalls in allen Phasen mit einbezogene Industrie- und Handelskammer. Und für den Wirtschaftsminister. Harry Glawe berichtete, dass er nach eingehenden Beratungen mit dem Kreis und der IHK entschieden habe, dem Unternehmen fast die Höchstförderung zu geben. Und nun wird das neue Werk in Rufweite zur alten Staatsgrenze gebaut.

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