zur Navigation springen

Neuhaus : 65 Jahre hat Ilse Hüls ihrer Partei die Treue gehalten

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

CDU-Kreisvorsitzender Günter Dubber aus Lüneburg überreichte Neuhauserin die Ehrenurkunde

„Viele sind nach der Wende vor 25 Jahren ausgetreten“, stellt Ilse Hüls rückblickend fest, „aber das kam für mich nicht in Frage. Wenn ich etwas anfange, mache ich das auch weiter.“

Stolze 65 Jahre hat Ilse Hüls ihrer Partei, der CDU, die Treue gehalten. Ein „wirklich ehrenwerter Anlass“ wie Ortsverbandsvorsitzender Heinrich Hauel es sagte, um zu einer Feierstunde zusammen zu kommen. CDU-Kreisvorsitzender Günter Dubber aus Lüneburg überreichte Ilse Hüls eine von der Bundesvorsitzenden Angela Merkel, dem Landes- und Kreisvorsitzenden unterzeichnete Ehrenurkunde, in der Ilse Hüls als herausragendes Beispiel für die nachfolgenden Generationen gewürdigt wird.

„Auch wenn der Wind mal von vorne blies“ heißt es in der Urkunde, habe Ilse Hüls zu ihrer Partei gestanden.

Bundestagsabgeordneter Eckhard Pols gratulierte mit einem bunten Frühlingsstrauß. „Die Größe der Urkunde entspricht dem ungewöhnlichen Anlass“, so Günter Dubber, denn auf eine so lange Mitgliedschaft könne kaum jemand zurück blicken.

Für den Eintritt in die CDU hat sich Ilse Hüls 1950 auf Druck der damaligen Schulleitung entschieden. Eigentlich wollte sie als 16-Jährige direkt nach dem Krieg keine Lehrerin werden, Musik und Zeichnen interessierten sie viel mehr. „Aber dafür gab es keine Möglichkeit. Wir gehörten zur betrogenen Generation“, erinnert sich Ilse Hüls. 1945 wurde in Neuhaus die Schule eröffnet, 1946 wurden bereits 150 Schüler eingeschult, Lehrkräfte dringend gesucht. Ilse Hüls lies sich überreden und absolvierte eine Kurzausbildung für Lehrkräfte und unterrichtete parallel. „Es hieß, erste Klassen würden aufgrund der besonderen Anforderungen nur an erfahrene Lehrer vergeben. Ich hatte sofort eine erste Klasse und es hat mir richtig Spaß gemacht“, erzählt sie weiter.

Nach zwei Jahren habe sie als 18-Jährige ihre erste Lehrerprüfung abgelegt und dabei immer weiter unterrichtet und sich fortgebildet. Doch die DDR legte Wert auf die politische Gesinnung ihrer Lehrer.

„Der alte Kreisschulrat war ein überzeugter Kommunist. Er übte massiven Druck aus, dass man als Lehrer in der SED sein müsse. Das kam für mich wegen der anti-christlichen Haltung der SED nicht in Frage. Ich bin christlich erzogen worden und sehe das als Verpflichtung für mich. Deshalb bin ich 1950 in die CDU eingetreten. Das provozierte natürlich viele erregte Gemüter.“ Es habe schon Mut erfordert, in einer anderen Partei zu sein und in der Schule als Lehrer zu arbeiten, erinnert sich Ilse Hüls. „Ich wollte als Lehrerin für alle Kindern da sein. In der Schule in Neuhaus war aber auch vieles möglich, was an anderen Orten nicht ging.“

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Freitag.





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen