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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 20:34 Uhr

Hagenow : 50 Jahre Meisterin ihres Handwerks

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Hagenowerin Ilse Schmülling hat den Goldenen Handwerksbrief verliehen bekommen. Noch heute gibt sie ihr Können weiter

von
erstellt am 09.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Seit 50 Jahren ist Ilse Schmülling Meisterin ihres Handwerks. Die Hagenowerin wurde in diesem Jahr von der Handwerkskammer für ihr rundes Jubiläum ausgezeichnet – ein halbes Jahrhundert ist sie Friseurmeisterin.

Ilse Schmülling hatte schon immer den Wunsch, Friseurin zu werden. Im Salon in der Langen Straße 77 fing ihr beruflicher Werdegang 1955 an. „Ich bin als Kind schon immer hier zum Haare schneiden gewesen“, erinnert sich Ilse Schmülling. Irgendwann habe der Meister sie gefragt, ob sie bei ihm in die Lehre gehen möchte und die Hagenowerin nahm dieses Angebot an. Nach der Ausbildung zog es Ilse Schmülling für vier Jahre nach Schwerin, bevor sie in ihre Heimatstadt zurückzog, bei der damaligen PGH in Hagenow anfing und hier auch ihren Meister machte. Im Jahr 1980 wagte Ilse Schmülling dann den Schritt in die Selbstständigkeit – eine schwere Zeit zu DDR-Zeiten, wie die Friseurmeisterin heute selbst sagt. „Es war nicht so einfach einen Salon als Selbstständige zu übernehmen“, weiß Schmülling. Doch diesen Schritt habe sie nie bereut. „Wir waren immer ein gutes Team. Es war eine sehr schöne Zeit.“

Nach der Wende übernahm Ilse Schmülling den Salon ihres Meisters, in dem sie das Haareschneiden gelernt hatte. „1992 haben wir den Salon hier eröffnet. Das Haus stand damals zum Verkauf, mein alter Meister hatte keinen Nachfolger“, erzählt die Hagenowerin. Das Haus wurde saniert und der Salon komplett renoviert. Bis zu 13 Kollegen waren hier gleichzeitig beschäftigt, doch auch die Ausbildung war schon immer ein wichtiges Thema für Ilse Schmülling. „Ich habe viele Lehrlinge ausgebildet, bestimmt 25. Viele haben heute auch ihren Meister.“ Ilse Schmülling war zudem viele Jahre Vorsitzende in der Prüfungskommission und auch in der Innung tätig. Auch hier hat die Meisterin viele Höhen aber auch Tiefen miterlebt. „Für mich persönlich war die größte Enttäuschung, als die Berufsschule in Hagenow geschlossen wurde und alle Lehrlinge nach Schwerin mussten.“ Lange hatten sie für den Erhalt der Berufsschule in Hagenow gekämpft.

Heute hilft Ilse Schmülling im Hagenower Salon in der Langen Straße 77, der im Jahr 2000 von ihrer Tochter Beate Schmülling übernommen wurde, nur noch aus. Vor allem um die Lehrlinge kümmere sie sich noch gerne. Momentan lernt die 17-jährige Auszubildende Lina von ihr, wie eine Wasserwelle gelegt wird. „Man braucht das zwar nicht mehr, aber das lernen sie alle hier“, fügt Ilse Schmülling lächelnd hinzu.

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