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Neujahrsempfang Food Academy : 2017: Pfad der Erleuchtung

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Food Academy sieht nach einem „Tal der Enttäuschungen“ dem neuen Jahr mit großem Optimismus entgegen

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Am Donnerstagabend hatte die Food Academy zu ihrem Neujahrsempfang in das neue Boizenburger Hotel „Villa am Markttor“ geladen. Der Vorsitzende Oliver Schindler von SweetTec, sein Stellvertreter Frank Jehring von Riha Wesergold und die beiden Projektmanagerinnen Kathrin Umblia sowie Anke Schmidt nutzten die Gelegenheit für einen Blick zurück und für eine Vorausschau.

„Nachdem wir mit überzogenen Erwartungen begonnen haben und ein Tal der Enttäuschungen durchschreiten mussten, befinden wir uns nun auf dem Pfad der Erleuchtung“, konnte Kathrin Umblia den Vereinsmitgliedern in ihrer humorvollen Präsentation mitteilen.

16 Unternehmen der Lebensmittelindustrie sind inzwischen Mitglieder der Food Academy. Dazu gehören neben Sweet Tec renommierte Betriebe der Region wie Nestlé, Dr. Oetker, Toffee Tec, SternMaid und SternWywiol.

Der Verein hatte sich 2014 gegründet, um das für alle Firmen immer gravierender werdende Problem des Fachkräftemangels anzugehen. Seit 2016 sind auch die Norddeutschen Kaffeewerke, bmp productions, die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten sowie cargill Deutschland und die food-industrie-service Reinigung, Hygiene und Dienstleistung dabei, die letzteren beiden als Fördermitglieder. Beim Neujahrsempfang konnte nun Oliver Schindler die Carl Kühne KG aus Hagenow und die Anklamer Zuckerfabrik Suiker Unie als erste neue Mitglieder im Jahr 2017 begrüßen.

„Wir haben nach wie vor hohe Vakanzzeiten für offene Stellen“, musste Oliver Schindler in seiner Rede konstatieren, „vor allem im technischen Bereich.“ Denn da stehe die Lebensmittelindustrie in starker Konkurrenz zur Holz- und Metallindustrie, die für solche Fachkräfte ebenfalls einen hohen Bedarf hätte. Der Fachkräftemangel werde durch das weitere Älterwerden der Gesellschaft und die sinkenden Arbeitslosenzahlen verstärkt. „Eine Frage wird für uns auch sein, wie man die Flüchtlinge einbinden kann“, so der Sweet-Tec-Chef.

Stolz waren er und die beiden Projektmanagerinnenüber das Geschaffte. Die ersten 15 Teilnehmer der berufsbegleitenden Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer hätten gerade alle erfolgreich ihre Abschlüsse absolviert. Seit September ist es durch die intensiven Bemühungen der Food Academy auch möglich, in 24 Monaten eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Industriemeister zu durchlaufen. „Vorher musste man dafür ans andere Ende von Deutschland fahren“, erklärt Anke Schmidt.

Gleich auf Anhieb gab es 21 Teilnehmer für diese Weiterbildung, die Nachfrage ist groß. „Am 7. September 2017 beginnt die nächste Ausbildungsrunde“, sagt Kathrin Umblia. „Dafür kann man sich noch bewerben.

Die Kosten für die Aus- und Weiterbildungen würden in der Regel die Unternehmen bezahlen, letztlich sei eine Regelung aber Firmensache. „Mitglieder der Food Academy haben einen Preisvorteil“, so Oliver Schindler. „Aber auch Unternehmen, die nicht bei uns Mitglied sind, können die Aus- und Weiterbildungsangebote der Food Academy nutzen.“

Solche Bildungsangebote seien für die Firmen deshalb interessant, weil sie auf diese Weise Mitarbeiter binden könnten, erläutert Anke Schmidt. Viele Betriebe der in der Region immer stärker werdenden Lebensmittelindustrie hätten die Produktion am Standort Mecklenburg-Vorpommern erst einmal mit vielen Quereinsteigern begonnen. Durch deren Ausbildung könne zum einen die Qualität der Produktion gesichert werden, zum anderen könne man den Mitarbeitern mit einer höheren Qualifikation auch mehr bezahlen, so dass ein Bleiben für sie attraktiv sei.

Neben den Bildungsangeboten gehen die Projektmanagerinnen auch an die Schulen und werben bei der jungen Generation für die Berufe in der Ernährungswirtschaft. „Wir gehen in den berufsorientierenden Unterricht“ erzählt Anke Schmidt. „Das nehmen die Schulen dankbar an, weil wir gleich 20 Berufe in Betrieben direkt vor der Haustür anbieten.“ Dieses Engagement der Food Academy soll im Jahr 2017 noch verstärkt werden.

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