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Hagenower Kreisblatt

12. Dezember 2017 | 15:17 Uhr

Männerberufe hautnah : 15 Mädels starten durch

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Erste von zwei landesweiten GirlsDay Werkstätten begann gestern in Wittenburg: Wir begleiten drei Mädchen über ein Schuljahr

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Man muss nicht immer das machen, was Mädels sonst so machen. Das denkt sich Mia Sophie Jung und packt es sogleich an. Die 15-Jährige will den Blick über den Tellerrand wagen und nimmt an der landesweit ersten GirlsDay Werkstatt mit zwölf Partnern aus der Region teil. Sie gehört zu den 15 Mädchen des Gymnasialen Schulzentrums in Wittenburg, die beim Auftakt des Modellprojektes von DBG Nord und der Vereinigung der Unternehmerverbände gestern Nachmittag große Aufmerksamkeit genießen.

Ein Schuljahr lang schauen sie ab jetzt einmal in der Woche hinter die Kulissen männertypischer Berufe in heimischen Unternehmen. Ein nachhaltiger Versuch, der sich an den Schulen im Land etablieren könnte (SVZ berichtete am Montag). Wir begleiten Mia, Christine und Jona-Mileen dabei und schauen, was ihnen das Projekt bringt und wie vielleicht auch die Industrie davon profitiert.

Das könnte interessant werden, sagt Mia. Die Gymnasiastin weiß noch nicht genau, wo ihr beruflicher Weg hinführen wird. Ein Medizinstudium vielleicht. Oder ein Ausbildung vorher. Das würden ja auch viele machen. „Ich bin offen und lasse mich überraschen“, sagt Mia aus Dodow. Wenn etwas Tolles für sie dabei sein sollte, würde sie auch gerne in der Region bleiben. Wohl wissend, dass es viele junge Leute weg zieht. Nach Hamburg oder in andere große Städte.

Dabei „finden wir viele besondere Berufe direkt vor der Haustür“, sagt Schulleiter Michael Kühnel. Manche seien aber immer noch nicht bekannt genug. Und da greift das geförderte Projekt, das „einen wesentlichen Meilenstein in der Berufsorientierung an unserer Schule markiert“.

Für die Regionalschüler Jona-Mileen Hartig und Christine Weippert eine „Chance, viele Berufe kennenzulernen“. Darauf freuen sie sich. „Ich bin gespannt, was uns erwartet“, sagt auch Mia. Sie sei ziemlich aufgeregt, erhofft sich aber auch eine Menge Spaß. Optimalerweise bringe ihr das Projekt am Ende einen guten Durchblick, was etwas für sie wäre und was eben nicht.

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