Wittenburg : 145 Einsätze im vergangenen Jahr

Die beförderten Kameraden aus Wittenburg.
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Die beförderten Kameraden aus Wittenburg.

Wittenburger Kameraden der Feuerwehr ziehen auf Jahreshauptversammlung Bilanz / 2016 Baubeginn für neues Gerätehaus

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12. Januar 2016, 13:53 Uhr

Viel unterwegs, das trifft den Nagel auf den Kopf, wenn man den Ausführungen von Wittenburgs Wehrführer Stefan Schwarz folgt, die er am vergangenen Freitag auf der Jahreshauptversammlung der Wittenburger Feuerwehr vortrug.

Das Jahr 2015 forderte die Kameraden 145 Mal das Gerätehaus aufzusuchen und zu Einsätzen auszurücken, so Pressewart Axel Körner. Bei diesen Einsätzen wurden 50 Brandbekämpfungen durchgeführt und 95 Hilfeleistungen abgearbeitet. Bei den Hilfeleistungen, die von einer Türöffnung über Ölspuren bis hin zu schweren Verkehrsunfällen führt, kamen die Kameraden gerade bei den Verkehrsunfällen an die physischen und psychischen Belastungsgrenzen.

Im letzten Einsatzjahr konnten somit 36 schwer verletzte Personen aus Notlagen befreit werden und dem Rettungsdienst übergeben werden. Für vier Personen kam leider jede Hilfe zu spät. Gerade bei der Abarbeitung der größeren Einsätze, bei denen Gefahrgüter vorgefunden wurden, zeigte sich, dass die Zusammenarbeit mit den umliegenden Wehren unverzichtbar ist. So sind zum Beispiel die Kameraden aus Zarrentin mit Erkundern eine zuverlässige Größe, um Gefahrgüter einzuordnen und zielgeführte Schritte einleiten zu können. Aber auch die Kameraden aus dem näheren Umfeld, wie beispielsweise Hagenow, Lehsen und Dreilützow, unterstützten zuverlässig bei größeren Einsätzen.

Es sind aber nicht nur die Einsätze, die von den 70 aktiven Kameraden abgearbeitet wurden, sondern zahlreiche Ausbildungsdienste und Schulungen an den Kreisfeuerwehrschulen Hagenow und Elmenhorst (LK Herzogtum Lauenburg) sowie der Landesfeuerwehrschule MV in Malchow gehören zu den Stunden, die von den Kameraden geleistet wurden. Hierbei gilt es, so Wehrführer Schwarz, gerade den Familien der Feuerwehrangehörigen zu danken. Ebenso geht ein besonderer Dank an die Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter für das Einsatzgeschehen frei stellen, um auch am Tage einsatzbereit zu sein, heißt es weiter in der Information.

Das ist leider keine Selbstverständlichkeit, aber dennoch unverzichtbar. „In Not“ kann schließlich jeder geraten und ist froh, wenn qualifizierte Hilfe schnell vor Ort ist.

Bei der Wahl zum Gerätewart wurde der Kamerad Sebastian Schwarz, der das Amt seit neun Jahren ausführt, für weitere sechs Jahre bestätigt.
Erfreulich ist es auch, dass an diesem Abend Neuaufnahmen und Übernahmen aus anderen Wehren beziehungsweise aus der eigenen Jugendabteilung getätigt wurden.

Die Kameradin Anne Oldenburg und die Kameraden Marcel Tapken und Jan Kinzel wurden neu in die Wehr aufgenommen. Laureen Wiether aus der Jugendabteilung und Anne Hübener FF Lützow und Daniel Leistikow FF Hagenow wurden übernommen und versehen ihren Dienst von nun an in den Reihen der Feuerwehr Wittenburg.

Nach erfolgreichen Ausbildungen wurden die Kameraden Dominik Oldenburg, Bastian Kähler und Sören Gralki zum Truppmann, Daniel Lücke zum Oberfeuerwehrmann, Marcus Wedow, David Gävert, Karsten Briese und Mirko Schmidtke zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Michael Krull wurde zum Hauptlöschmeister befördert und übt das Amt als gewählter Zugführer in der Wehr aus.
In Anerkennung herausragender Leistungen wurden Kerstin Zinalewski, Olaf Barkoldt und Sebastian Prahl mit der Ehrenspange in Bronze der Stadt Wittenburg geehrt.

Die Ehrenspange in Bronze des Amtsbereiches Wittenburg erhielten David Pause und Karl Bremer. Weiterhin erhielten die Kameraden Daniel Essner und Sebastian Schwarz die Brandschutzehrenspange des Landes MV für zehnjährige treue Pflichterfüllung.

Der Einladung zur Jahreshauptversammlung folgten nicht nur Kameraden der FF Wittenburg sondern auch zahlreiche Gäste aus anderen Wehren. Bürgermeisterin Magret Seemann dankte ihren Kameraden für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und ließ es sich nicht nehmen, Aussichten für das Jahr 2016 zu machen. So kündigt sich der Baubeginn des ersehnten neuen Gerätehauses in der Dreilützower Chaussee im Frühsommer an. Weiterhin werden, trotz engem Haushalt, die Einsatzbekleidungen auf den neuesten Stand gebracht.

Einige Stadtvertreter aus verschiedenen Fraktionen und die Bürgervorsteherin Sybill Moß überbrachten ebenfalls Grüße von der Stadtvertretung und konnten auf der Versammlung persönlich erleben, wie eine Alarmierung jeden Tagesablauf ändern kann. Beim Bericht des Wehrführers wurde die Wehr zu einem Einsatz gerufen und musste so einen Wasserschaden beheben.

Sehr gefreut haben sich die Kameraden auch über den Besuch von Marco Suckow, Mitarbeiter der Firma Dr. Oetker. Dieser übergab eine Spende an die Wehr und dankte somit für die stete Einsatzbereitschaft. Auch der Firma Elektra GmbH aus Wittenburg sei an dieser Stelle gedankt. Das Unternehmen stellt einen Beamer, der für Aus- und Weiterbildungsdienste genutzt wird, zur Verfügung.


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