Wittenburg : 14-Jährige bekifft: Von der Schule direkt in die Klinik

Zwei Schüler aus Wittenburg müssen nach dem Konsum von Drogen ins Hagenower Krankenhaus eingeliefert werden.
Zwei Schüler aus Wittenburg müssen nach dem Konsum von Drogen ins Hagenower Krankenhaus eingeliefert werden.

Jugendliche hatten nahe der Wittenburger Schule wahrscheinlich Cannabis geraucht und klappten dann um.

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13. Januar 2016, 21:00 Uhr

Zwei offenbar berauschte Jugendliche aus dem Regionalschulteil des Wittenburger Schulzentrums haben am Dienstagmittag für einen Rettungseinsatz gesorgt. Ein Mädchen und ein Jungen waren gegen 12 Uhr sichtlich angeschlagen im Schulgebäude aufgefallen. Vorsorglich wurden die beiden ins Sekretariat gebracht, wo es ihnen gesundheitlich immer schlechter ging und sie sich nach Augenzeugenberichten auch übergaben. Die Schulleitung alarmierte daraufhin den Rettungsdienst. Der brachte die beiden Schüler schließlich ins Hagenower Krankenhaus. Dort konnten sich die beiden relativ schnell erholen und wurden auch von der gleichzeitig alarmierten Polizei befragt.

Beide gaben schnell die Einnahme berauschender Mittel zu, so Polizeisprecher Klaus Wiechmann auf Nachfrage unserer Redaktion. Die beiden Jugendlichen hätten angegeben, von einem älteren Mitschüler eine Zigarette angeboten bekommen zu haben. Diese hätten sie dann mit geraucht. Nach ersten Vermutungen der Kriminalpolizei handelte es sich vermutlich um Cannabis. Der Vorfall soll sich nach unabhängiger Schilderung der beiden Betroffenen zwar in der Nähe der Schule jedoch außerhalb des Geländes zugetragen haben.

Nach Auskunft der Polizei ist der Mitschüler, der zwischen 16 und 17 Jahre alt ist, inzwischen namentlich bekannt. Die Sache werde weiter untersucht, es laufen, wie in einem solchen Fall üblich, Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Polizei lobte die schnelle Reaktion in der Schule, dort sei alles richtig gemacht worden.

Schulleiter Michael Kühnel war im Gespräch mit der SVZ dennoch nicht gerade begeistert von den Vorfall. „Sie können sicher sein, dass wir das Problem in allen Klassen sehr deutlich thematisieren werden. Wir haben hier schon lange eine sehr aktive Drogenprävention an unserer Einrichtung. Dass es gerade zwei 14-Jährige betrifft, das stimmt mich allerdings schon sehr bedenklich.“

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