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Bresgard Zwei Wehren im Sommerglück

Von role | 20.07.2018, 21:00 Uhr

Fördersegen für ein neues Feuerwehrauto in Bresegard Tatkräftige Hilfe aus Spezialfond für die Strohkirchener Jugendwehr

Ein Glas Sekt durfte es schon sein. Immerhin gab es in Bresegard bei Picher etwas zu feiern. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte nämlich sich und einen Zuwendungsbescheid angekündigt. Ein Umstand, der Bürgermeisterin Marianne Röckseisen dazu verleitete, gleich jeden Einwohner aus dem Dorf zu Kaffee, Kuchen und Grillwürstchen einzuladen – eine Art Dorffest und gleichzeitig großer Empfang für den Geldgeber aus Schwerin.

Und dieser übergab die frohe Botschaft, dass sich das Land mit 48 000 Euro, also zu einem Drittel, an einem neuen Feuerwehrauto für die Gemeinde beteiligt. „Ich freue mich, dass ich die Möglichkeit habe, ihnen diesen Sonderbedarf zur Verfügung zu stellen“, so Caffier.

Seit drei Jahren plant Bresegard den Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs. „Nun haben wir Halbzeit“, bilanzierte Gemeindefeuerwehrführer Andreas Dziedo. „Auf unserem alten Fahrzeug können wir kein Wasser mitnehmen. Bei unserer Einsatzstärke, die wir tagsüber leisten können, brauchen wir allerdings ein Fahrzeug mit Wasser, damit wir schnell angreifen können. Wir freuen uns, und wenn der neue Wagen da ist, machen wir ein richtiges Fass auf“, so Dziedo.

Eingeplant sind dafür 145 000 Euro. Land, Landkreis und Gemeinde teilen sich die Kosten zu jeweils einem Drittel. „Mein Dank geht auch an die Gemeinde, dass sie sich für den Kauf entschieden hat. Denn es bleibt ein guter Teil an Eigenfinanzierung übrig“, lobte Caffier. Allerdings hatte er auch mahnende Worte für die anwesenden Feuerwehren aus Bresegard, Strohkirchen und Redefin sowie die Amtsfeuerwehrführung parat: „Wir können nur noch Fahrzeuge bei Feuerwehren unterstützen, die sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag im Einsatz sein können.“

Neue Fahrzeuge könnte auch die Strohkirchener Wehr gebrauchen. Doch die 2500 Euro, die er dieses Mal im Gepäck hatte, trafen mit der äußerst erfolgreichen und ehrgeizigen Jugendwehr die Richtigen. Mit dem Geld wurde bereits eine neue Plane für ein großes Zelt, Verschleißmaterialien sowie Löschtechnik der kleineren Dimensionen angeschafft, mit denen die Jugendlichen gut üben können. In diesem Fall war Lorenz Caffier nur Bote für die Landtagsabgeordnete Elisabeth Assmann, die sich um das Geld aus einem speziellen Strukturfond gekümmert hatte. Im Ergebnis ist die Strohkirchener Jugenwehr wieder voll wettbewerbsfähig. Das ist auch wichtig, schließlich ist sie für den nächsten Bundesausscheid qualifiziert.