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20 Fragen zum Wochenende Von Hamburg auf’s Dorf

Von kfri | 30.12.2016, 17:00 Uhr

Die 20 Fragen zum Wochenende an die Fotografin und Filmemacherin Cenci Göpel aus Groß Bengerstorf

Diese Frau wurde schon von mehreren unserer Interviewpartner für die 20 Fragen vorgeschlagen, nun hat es geklappt: Redakteurin Katja Frick sprach mit der umtriebigen Fotografin und Filmemacherin Cenci Göpel aus Groß Bengerstorf. Vor elf Jahren ist sie aus Hamburg in das idyllische Dorf mit ihrem Lebensgefährten Jens Warnecke gezogen - vor allem wegen der Dunkelheit. Denn beide haben sich mit Lightpainting-Fotografie weltweit einen Namen gemacht, dafür muss es nachts wirklich dunkel sein und diese Dunkelheit findet man nicht mehr so oft, die beiden Künstler haben lange danach gesucht.

Seitdem macht Cenci Göpel immer wieder mit neuen Projekten von sich reden und bringt sich in das gesellschaftliche Leben der Gemeinde und der Stadt Boizenburg ein. Sie ist nicht nur im Kino-Club aktiv, sondern auch in der Boizenburger Willkommens-Initiative und gehört außerdem zum Team des Festivals „Teich & Töne“.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Liebe was du machst. Verändere deine Gedanken und du veränderst deine Welt. Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die Du für Geld bekommst. Du hast ein Leben, lebe deine Träume und teile Sie mit anderen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Mein Lieblingsplatz ist an der frischen, klaren Luft mit viel warmem Licht und wenig menschengemachter Umgebung.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Oh, das war früh. Noch vor der Grundschule.
Die Mutter meiner Freundin hatte ein Möbelgeschäft in Lübeck. Sie beauftragte uns regelmäßig, Bilder für die Schaufenster zu malen und erzählte uns, sie würde die Bilder verkaufen und wir glaubten das. Dafür bekamen wir dann ein paar Taler, wie sie immer sagte. Wir malten und malten, gefühlt jeden Tag.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
In der Nähe gab es es eine kleine Tankstelle. Sobald wir das Geld bekommen hatten, rannten wir los. Der Tankwart hatte schöne, schwarze ölverschmierte Hände.Wir waren Stammkunden an der Eistruhe.

Wo findet man Sie am ehesten?
Das kann sehr unterschiedlich sein. Je nach Auftrag oder Projekt, bin ich in Groß Bengerstorf oder kurve irgendwo in der Weltgeschichte herum.

Was stört Sie an anderen?
Wenn ich merke das mich jemand stört, versuche ich zu verstehen warum das so ist. Meistens hat es sich dann schon erledigt.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein persönlicher Held ist jemand, der versucht die Welt ein kleines oder am besten auch ein großes Stück besser zu machen. Der sich für Menschenrechte, Gerechtigkeit, Freiheit, Demokratie, für Bildung oder gegen Armut einsetzt.
Was würden Sie gern noch können?
Programmieren und Hacken.

Was bedeutet für Sie persönliches Glück?
In Frieden zu leben.

Wen würden Sie gern einmal treffen?
Vielleicht bei einem kleinen Crashkurs Haruki Murakami.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Körnigen Frischkäse.

Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Wir kochen viel und regelmäßig. Ich koche gerne thailändische Currys und mag die Küche von Yotam Ottolenghi sehr gerne.
Ich mag es authentisch. Wenn wir essen gehen achten wir mehr auf die Atmosphäre als auf die Küche. Ist was los, worauf sitzt man, wie ist das Licht?
Manche Restaurants haben Licht wie in einer Wartehalle, fahl und unakzentuiert. Kein Licht auf dem Essen, obwohl es doch das ist, wo die Köche so viel Liebe, Zeit und Arbeit reingesteckt haben.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf meine Freunde, meinen Freund und meine Familie.

Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Ich habe gerade ein schönes Street Art Piece gesehen und herzlich gelacht: “alarm clockes kill dreams”.
Könnten Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Unterwegs.

Wo ist für Sie Heimat?
Der Begriff „Heimat“ hat für mich keine so große Bedeutung. Ich fühle mich immer dort wohl, wo ich weltoffenen und interessanten Menschen begegne, die respektvoll und vernünftig zusammenleben.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten ... ?
Wenn ich drei Wünsche frei hätte würde ich erstmal, die Gewalt bzw. die Kriege auf der Welt beenden, danach den Hunger besiegen und allen Menschen ein Leben in dauerhafter Weiterbildung ermöglichen.
Verraten sie uns etwas, das keiner von Ihnen weiß?
In keinem Fall ;)

Wie wichtig ist die Liebe in Ihrem Leben?
Sehr.

Welche Erinnerung verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Mit zwei Freundinnen sind wir mit einem roten Tretroller und zwei Stützfahrrädern in gelb und blau von zu Hause losgefahren. Einfach so, ohne jemandem Bescheid zu sagen. Hinaus in die weite Welt. Getrieben von Neugier und Abenteuerlust. Das haben wir dann regelmäßig gemacht - es war großartig.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Ich weiß ja nicht, wen ihr schon alles gelöchert habt. Hier ein paar Vorschläge:
Christian Lempp, Pelle Grospitz, Klopfer Kobahn, Ulli Quast, Mohammad Abdulaal,
Herrn Singh vom Sahi Sizzler in Hagenow oder Peter Mehlem.