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Hagenow Voll motiviert ins Ehrenamt

Von Jacqueline Worch | 28.03.2018, 05:00 Uhr

JuLeiCa-Kurs im „Sausewind“: 18 Schüler der Region verzichten auf Freizeit, um sich zu Jugendleitern ausbilden zu lassen

Eigentlich haben sie Osterferien. Doch statt die Auszeit von der Schule zu genießen, absolvieren 18 Jugendliche aus der Region seit Freitag eine Schulung des ASB-Freizeithauses „Sausewind“ in Hagenow. Ziel ist es, die JuLeiCa, die Jugendleiter Card, zu erhalten. Dabei handelt es sich um einen bundesweit einheitlichen Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Drei Jahre ist die Karte gültig und bevollmächtigt die Jugendlichen, Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche zu organisieren und durchzuführen. Geschult werden die Schüler in Dingen wie Entwicklungspsychologie, Gruppenpädagogik, Führungsstile, Rechtsfragen und Projektmanagement.

Im Jahr 2015 hat das Freizeithaus den JuLeiCa-Kurs zum letzten Mal angeboten. „Jetzt sind wieder Jugendliche an uns herangetreten und haben gefragt, ob wir so einen Kurs mal wieder anbieten können“, erzählt Simone Förster, die Leiterin der Einrichtung. „Ich finde es schon enorm. Man muss ja bedenken, dass diese Jugendlichen den Kurs in ihrer Freizeit, in ihren Ferien machen“, so Förster. „Als der Kurs am Freitag begonnen hat, sind sie alle von der Schule aus direkt hier her gekommen“, bekräftigt Stephanie Klose ihre Kollegin. Auch sie sei begeistert von dem Engagement, das die 18 Jugendlichen zeigen würden. „Es ist dieses Mal eine ganz gemischte Gruppe“, sagt die Jugendbildungsreferentin. „Es war nicht so einfach, alle in gleicher Weise zu erreichen, denn wir haben einige Jugendliche dabei die noch keine Erfahrungen haben und etwas ruhiger sind. Wir haben aber auch Teilnehmer, die bereits im Bereich der Jugendarbeit tätig waren“, so die 33-Jährige weiter.

Eine von ihnen ist Svenja Rodenbröker. Die 17-Jährige möchte später Lehrerin für Chemie und Mathe werden. „Für mich ist es sehr interessant mit Kindern zu arbeiten. Ich mache das auch in meiner Freizeit, und diese Karte ermöglicht es mir auch, später hier im Freizeithaus, Veranstaltungen zu betreuen“, so die Setzinerin. „Besonders gefallen hat mir die Spielepädagogik, aber auch die rechtlichen Grundlagen waren sehr interessant.“

Da kann Schulungs-Kollege Bryan Richter nur zustimmen. „Einiges kannte ich schon aus meinen Praktika in Kitas und Schulen, aber trotzdem hat es Spaß gemacht“, so der Toddiner. „Ich werde alles, was ich in dem Kurs gelernt habe mitnehmen und versuchen, es in meiner späteren Arbeit umzusetzen.“

Zum Abschluss absolvieren die Schüler heute einen Erste-Hilfe-Kurs, um den Kindern, die sie zukünftig betreuen, auch in Notfällen helfen zu können. Anschließend können sie ihre JuLeiCa online beantragen.