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Zarrentin Verjüngungskur für die Feuerwache

Von Mayk Pohle | 19.03.2018, 20:45 Uhr

Zarrentiner Kameraden präsentierten den Stadtvertretern ihr umgebautes Gerätehaus – Tag der offenen Tür folgt am 14. April

Klein aber oho, die Feuerwehrwache der Klosterstadt zeigt sich nach umfangreichen und aufwändigen Erweiterungsarbeiten nicht nur in neuem Glanz. In den Genuss der ersten Begehung kamen dabei diejenigen, die mit ihren Beschlüssen das Ganze erst möglich gemacht hatten, die Stadtvertreter. Die hatten für die nötigen Umbau- und Sanierungsarbeiten per Beschluss bewilligt. Am Ende kamen immerhin fast 200 000 Euro zusammen, die die Stadt allein aufbringen musste. Anders als bei Neubauten werden Erweiterungen oder Sanierungen für Gerätehäuser meist nicht gefördert.

Doch die Zarrentiner Wehr wäre sich untreu geblieben, wenn sie nur die Baufirmen hätten machen lassen. Die Männer und Frauen nutzten die Gelegenheit des Umbaus, um mit sehr viel eigener Arbeit und Einsatz in der Freizeit die ganze Wache zu verschönern und entsprechend einzurichten.

Nicht nur Bürgermeister Klaus Draeger, auch sein Stellvertreter Herrmann Cechini sowie die anderen Stadtvertreter waren beim Rundgang hellauf begeistert. Vor allem die Trennung der Kleiderschränke von der Fahrzeughalle hat die versprochene Entspannung gebracht. Denn jeder Kamerad hat jetzt in einem hellen modernen und trockenen Raum seinen Spind mit seiner Ausrüstung.

Auch in der Fahrzeughalle ist es deutlich luftiger geworden. Die Schlauchanhänger stehen nicht mehr zwischen den Einsatzfahrzeugen. Die verfügen jetzt zum ersten Mal über eine halbautomatische Absauganlage für Abgase. Wehrführer Arndt: „Keine Abgase mehr in der Halle, das haben wir sofort gemerkt. Und diese Anlage erfüllt wirklich ihren Zweck.“

Die Bedingungen vor Ort entsprechen nun auch wieder den Anforderungen der Versicherung. So muss es zwischen den Einsatzfahrzeugen einen Mindestabstand geben, damit sich die Feuerwehrleute bei Einsätzen gegenseitig nicht behindern. Angepasst wurden auch die Werkstatt und die Lagerräume.

Zarrentin war nach der Wende eine der ersten Städte, die eine neue Wache bekamen. Die hat sich längst zu einer Art Stadtteilzentrum gemausert, denn im Obergeschoss finden die Sitzungen der Stadtvertretung statt. Der Komplex der Wache, die günstig an einer Ausfallstraße liegt, ist mehrfach erweitert worden. Vor wenigen Jahren kam der lange benötige Anbau für die Taucher- und Einsatzgruppe der DLRG dazu. Die musste bis dahin unter abenteuerlichen Bedingungen in einem Schuppen am Bahnhof hausen.

Nun folgte der zweite Umbau mit der entsprechenden Modernisierung. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich die etwas schwierige Parkplatzsituation um den Komplex entschärft. Vor allem wurde der Gehweg jetzt um die Wache herum gezogen. Spätestens bei der nächsten Wahl werden die Bürger aus der Umgebung die Erleichterung merken, denn die Wache wird auch als Wahllokal genutzt.

Ihren kleinen und größeren Errungenschaften aber auch ihre Einsatzbereitschaft will die Zarrentiner Wehr den Bürgern nicht vorenthalten und plant daher für den 14. April den groß angelegten Tag der offenen Tür am und im Gerätehaus.