Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Boizenburg Um Etage und Etage gewachsen.....

Von SMOR | 15.08.2015, 15:00 Uhr

Boizenburger AWG feierte Richtfest für Neubauprojekt auf Baustelle in Richard-Markmann-Straße

Die Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) Boizenburg hat am Donnerstag Richtfest für ihr ambitioniertestes Neubauvorhaben seit knapp 15 Jahren in der Elbestadt begangen. Das Unternehmen errichtet derzeit in der Richard-Markmann-Straße zwei neue Wohnhäuser. Beide Gebäude sind die größte AWG-Investition in diesem Jahr.

Torben Weißhaupt, Juniorchef des Baubetriebs Karl-Heinz Weißhaupt aus Pätow, trug vom Baugerüst des Hauses 1 den traditionellen Zimmermannsspruch vor, die Richtkrone auf der Dachkonstruktion kündete von dem Baufortschritt am Gebäude. Vertreter des größten Wohnungsunternehmens Boizenburgs, der Stadt sowie der am Bau beteiligten Firmen und die zahlreichen Handwerker verfolgten die Zeremonie, zu der die Genossenschaft eingeladen hatte.

Dankeschön an alle Beteiligten

Marita Lewerenz, geschäftsführender Vorstand der seit 1954 bestehenden AWG, erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Anfänge des Neubauprojekts auf dem etwa 4000 Quadratmeter großen Grundstück. „Was 2013 mit einem bloßen Gedanken begann, nämlich den Erwerb eines zentral gelegenen und hochwassergeschützten Grundstücks, das sich zur Bebauung eignet, wurde Ende 2013, Anfang 2014 mit dem Kauf besiegelt“, sagte sie.

Nach ersten Absprachen und Planungsarbeiten mit dem Planungsbüro Siegbert Glander aus Jessenitz-Werk startete die Firma tuk aus Schwerin Anfang März 2015 mit den Tiefbauarbeiten. Kurze Zeit später wurden durch das Unternehmen Hennighausen Bau GmbH & Co. KG die Bodenplatten gegossen, die Gebäude wuchsen Woche um Woche von Etage zu Etage. Die Elektrofirma von Roland Mewes versorgte die Häuser mit den benötigten Stromleitungen. Die Zimmerleute der Firma Weißhaupt errichteten die Dachstühle.

Neubauprojekt seit vielen Jahren

Marita Lewerenz lobte die Zusammenarbeit zwischen Planung, Bauherr und den Firmen. Sie sei „super“ gewesen, sagte sie. Der AWG-Vorstand dankte allen am Entstehungsprozess Beteiligten.

Im derzeit noch im Rohbau befindlichen Haus 1 entstehen insgesamt 18 Zwei-Raumwohnungen mit einer Größe von 57 bis 66 Quadratmeter. Die Zimmer sind barrierearm. So verfügen die Bäder über sogenannte bodengleiche Duschen. Das Gebäude erhält zudem einen Aufzug. Mit diesem Angebot reagiert die AWG angesichts der steigenden Zahl von Senioren auf die wachsende Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen.

Von Haus 2 ist das Dach bereits gedeckt, die Fenster und die Hauseingangstür sind eingesetzt. Derzeit läuft die Fassadendämmung für die Immobilie. Die Handwerker der Udo Meyer GmbH, von Bauelemente Marko Perthen und der Allgut Service GmbH machen sich dort um den raschen Baufortgang verdient. Das Gebäude bietet Platz für drei Dreiraum-Wohnungen von jeweils 85 Quadratmetern Wohnfläche sowie für drei Vierraum-Wohnungen mit je 95 Quadratmeter Wohnfläche. Zwei der Wohnungen im Erdgeschoss sind ebenfalls barrierearm.

Beiden Dreigeschossern ist gemeinsam, die Wärme in den Wohnungen mit Fußbodenheizungen zu gewährleisten. Gespeist werden sie mit Fernwärme.

Fertigstellung im 1. Quartal 2016

Als Termin der Fertigstellung ist das erste Quartal nächsten Jahres angepeilt. Finanziert wird das Neubauprojekt mit Eigen- und kfw-Mitteln. Marita Lewerenz wünschte zum Abschluss ihrer Festrede beiden Häusern „eine hohe Standhaftigkeit, künftig zufriedene Mieter, einen noch zufriedeneren Vermieter und einen weiteren guten Verlauf der Bauarbeiten.“

Die AWG verwaltet nach eigenen Angaben 43 Wohn- und ein Geschäftsgebäude in der Stadt. Zum Bestand gehören knapp 1200 Wohnungen mit insgesamt 70 000 Quadratmetern Wohnfläche in Platten- und monolitischer Bauweise errichteten Mehrfamilienhäusern.

Standards von Wohnblöcken erhöht

Bei der Wohnungsbaugenossenschaft sind rund 1900 Mieter gemeldet. Das entspricht etwa 17 Prozent der Einwohner Boizenburgs. Das 15 Mitarbeiter zählende Unternehmen hat in den vergangenen Jahren kräftig investiert, um leergezogene Wohnungen zu renovieren und die Standards in einigen Wohnblocks zu erhöhen. So erhielten zuletzt mehrere Häuser in der Ludwig-Reinhard-Straße Balkone.