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Wilde Katzen werden auch in unserer Region zur Plage Tierschützer fordern Zwangskastration

Von Dieter Hirschmann | 07.10.2011, 07:56 Uhr

Der Hagenower Tierschutzverein, Tierärzte in der Region und das Tierheim hatten eine gemeinsame Aktion zur Kastration von Katzen gestartet. Doch das war nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.

Immer mehr wilde Katzen landen im Tierheim am Bollenkamp. Aber die Aufnahmekapazität dort ist längst erschöpft. Die Betreiberin der Einrichtung, Karin May, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. "Ich habe keinen Platz für mehr Katzen in meinem Haus", sagt sie.

Besonders das vergangene schöne Herbst-Wochenende ist der Hagenower Tierheim-Betreiberin noch in sehr guter Erinnerung. "Ich bekam Anrufe über Anrufe von Leuten, die vermeintlich wilde Katzen gesehen haben. Ich sollte die Tiere auch einfangen und in meinem Tierheim aufnehmen. Da ich aufgrund der vollen Auslastung der Katzen-Plätze rein organisatorisch, aber auch finanziell nicht in der Lage bin, alle neu gefundenen wilden Katzen aufzunehmen, war ich ein schlechter Tierfreund", macht sie sich Luft. Sie fordert deshalb im gleichen Atemzug die Zwangskastrierung der wilden Katzen, um den Vermehrungszyklus zu unterbrechen.

In der Vergangenheit hatten Hagenower Tierschutzverein, Tierärzte in der Region und das Tierheim eine gemeinsame Aktion zur Kastration von Katzen gestartet (SVZ berichtete über die vom Tierschutzverein finanziell unterstützte Aktion). Doch das war nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Denn immer wieder füttern vermeintliche Tierfreunde die wilden Katzen und unterstützen damit noch die unkontrollierte Vermehrung. Die Politik ist nach den Worten von Karin May gefordert, eine Entscheidung über die Zwangskastration von wilden Katzen herbeizuführen.

Wozu Katzen aber auch fähig sind, zeigt das Beispiel des schwarzen Katers, der im Tierheim eine zeitweilige Bleibe gefunden hat. Er ist nämlich mit einem Bus von Zarrentin nach Hagenow gefahren und unterwegs als blinder Passagier zugestiegen. Wer das Tier (auf dem Foto unten) kennt, sollte sich unter 01 51 19 60 52 08 melden.