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Hagenow Tätowierer helfen Krebskranken

Von THME | 10.06.2016, 12:00 Uhr

Ingo Merchel aus Hagenow beteiligt sich mit seinem Tattoo-Studio an Benefiz-Veranstaltung in Dorf Mecklenburg am 16. Juli

„Ich unterstütze diese Aktion, weil ich es wichtig finde, gemeinsam Gutes zu tun. Es geht darum, den Menschen zu helfen, die wirklich Hilfe brauchen, die vom Schicksal benachteiligt werden“, betont Ingo Merchel. Und meint damit Krebskranke. Zusammen mit seinem Team, der Freak Show, will der Hagenower deshalb am Sonnabend, dem 16. Juli, ins Dorf Mecklenburg fahren, um im KA-Tanzlokal an der mittlerweile dritten Benefiz-Veranstaltung „Tätowierte gegen Krebs“ teilzunehmen.

In diesem Jahr werden insgesamt 12 Tätowierer ihre Dienste anbieten. Im letzten Jahr waren es sieben. Ohne Voranmeldung und Termin. „Die Terminvergabe findet vor Ort ab 9 Uhr statt. Diese Möglichkeit, sich sein Motiv stechen zu lassen, sind heiß begehrt und deshalb schnell vergriffen“, weiß Merchel, der bereits im letzten Jahr mit von der Partie war. Daher weiß er auch, dass diese Veranstaltung mit Festzelt, Livemusik, Karibikbar, Feuershow, Spanferkel, Kinderschminken, Strongman-Show, Hüpfburg sowie Boxveranstaltung mit regionalen Faustkämpfern längst ihre Fans gefunden hat. Landauf wie landab.

„Krebs kann jeden von uns treffen. Egal aus welcher gesellschaftlichen Schicht er kommt. Diese heimtückische Krankheit macht da keinerlei Unterschiede“, sagt Merchel im SVZ-Gespräch. „Der Erlös des letzten Jahres, das waren rund 5200 Euro, ist an das Hospiz Schloss Bernstorf gegangen“, so der 47-Jährige. Alle Einnahmen aus diesem Jahr würden ebenfalls wieder an das Haus weitergereicht.

„Es ist so, dass wir als Hospiz eine Eigenbeteiligung von fünf Prozent des Tagessatzes zu erbringen haben. Das sind fast 90 000 Euro pro Jahr bei 16 Plätzen. Spenden, die wir bekommen, können wir so für diese Deckungslücke einsetzen“, so Dr. Britta Borgwald, die für die Öffentlichkeitsarbeit in der Einrichtung zuständig ist. „Ich finde es toll, dass sich Tätowierte für unsere Bewohner einsetzen. Das sind wirklich nette Leute, auch wenn sie mitunter etwas komisch angeguckt werden. Menschen mit Herz sind bei uns aber immer gern gesehen.“