Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Lübtheen Sie sorgen für den Durchblick

Von snit | 26.03.2018, 12:00 Uhr

Seit über 70 Jahren ist der Name des Optikerehepaares Klaus und Renate Spors in Lübtheen ein Begriff, wenn es um Brillen geht

Sie sind nicht nur für die zahlreichen Brillenträger in der Griesen Gegend ein Begriff. Renate und Klaus Spors haben sich auch außerhalb ihres Tätigkeitsfeldes einen Namen gemacht. Ihr Beruf, der zugleich Berufung für die beiden ist, hat dabei natürlich eine bedeutende Rolle gespielt. Schließlich ist das Optikerehepaar bereits seit vielen Jahren in Lübtheen ansässig und begeht nun sein 70-jähriges Firmenjubiläum.

„Angefangen hat alles mit Paul Zornow, meinem Vater“, blickt Renate Spors auf der Feier zum Firmenjubiläum vor gut 60 Freunden und Wegbegleitern am Sonnabend zurück. Dieser gründete nach bestandener Meisterprüfung 1948 das Geschäft und ließ sich damit zunächst in der Lübtheener Gipsstraße nieder. Schnell konnte Zornow seine Tätigkeit auf das nicht weit entfernte Neuhaus ausweiten. „Dort führte er dann seit 1951 zweimal pro Woche Augenprüfungen durch“, erinnert sich Renate Spors.

Auch sie stieg 1965 schließlich als Augenoptikgesellin in den Familienbetrieb ein. „Im Juli 1973 legte ich meine Abschlussprüfung an der Fachschule für Augenoptik in Jena ab“, so die Optikerin, die mit dieser Referenz auch das Geschäft des Vaters übernehmen konnte.

Nur zwei Jahre später war auch ihr Mann Klaus in den Betrieb integriert. „Seither sind wir unter Optiker Spors bekannt.“ Und ab diesem Zeitpunkt war der Optiker auch in der Breitscheidstraße anzutreffen. Dem Ort, der nach einem kurzzeitigen Umzug wegen des Neubaus des Gebäudes Anfang der 90er heute noch das Ladengeschäft in Lübtheen beherbergt. Dort ist das Ehepaar noch immer anzutreffen.

„Das Geschäft fehlt einem richtig, wenn man mal zu Hause ist“, darin sind sich Renate und Klaus Spors einig und liefern damit zugleich den Grund für ihren Erfolg. Denn sie und ihre fünf Mitarbeiter sind mit großer Hingabe am Werk. „Der Kunde steht im Vordergrund“, ist die Devise. Und das auch, wenn Hindernisse überwunden werden müssen. „Ich war der Friedhofsmauer schon einmal sehr nahe“, umschreibt Renate Spors Rückschläge, die sie und ihren Mann getroffen haben.

Dennoch lassen sie sich nicht beirren. So hat gerade Klaus Spors für jeden der Kunden ein offenes Ohr und ist immer zu einem Gespräch bereit. Auch ihre Mitarbeiter bieten dem Ehepaar mit ihrer Zuverlässigkeit immer einen Rückhalt.

Besonders stolz sind die zwei Senioren auch auf den Werdegang des Sohnes Frank. Der kann aufgrund seiner Dozententätigkeit an der Western Universitiy im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien zwar nicht bei der Jubiläumsfeier in Lübtheen anwesend sein, gehört auf dem Gebiet, das er lehrt, jedoch zu den Vorreitern weltweit. „Wir fliegen jetzt bald wieder zu ihm“, freut sich Klaus Spors. Dort wird dann sicherlich auch von der Feier berichtet werden, bei der auch die technische Entwicklung des Berufes nicht außer Acht gelassen wurde. „Zuerst war es reine Handarbeit. Da hat man schon mal ein viertel Jahr auf ein Glas gewartet. Jetzt, bei den Maschinen, die wir haben, ist das ganz anders. Da ist das Glas und die gesamte Brille in einer halben Stunde fertig“, so Klaus Spors, der schon immer von den Innovationen begeistert war. So traf an Sonnabend auch die Vergangenheit auf die Moderne und zuvorderst auf den Wunsch aller Beteiligten, dass Spors weiterhin ein Name in der Griesen Gegend bleibt.