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neuhaus Sein guter Rat ist kostenlos

Von Redaktion svz.de | 18.11.2017, 08:00 Uhr

Erhard Rudat von der Deutschen Rentenversicherung berät. Alle zwei Wochen findet seine Sprechstunde in Neuhaus statt.

Ein komplettes Büro hat Erhard Rudat im Sitzungszimmer der Gemeinde aufgebaut: Gesetzestexte, Tabellen, Aktenordner und ganz wichtig ein Taschenrechner, denn seine Besucher möchten natürlich wissen, wie sich ihr Rentenanspruch in Zahlen ausdrückt.

„Ich habe hohe Ansprüche an mich selbst und möchte auf alle Fragen, die kommen können, vorbereitet sein. Jede Biographie ist anders und jeder bringt einen anderen Arbeitsverlauf mit. Ganz individuell möchte ich auf jeden Kunden eingehen können und die beste Lösung für ihn erarbeiten, deshalb der große Aufwand“, erklärt Erhard Rudat, der selbst nach seiner jahrzehntelangen Tätigkeit für eine große Krankenversicherung in Ruhestand ist und in Adendorf lebt.

„Ich bin der dienstälteste Rentenberater im Landkreis Lüneburg“, lacht der 70-Jährige, „Seit 1980 mache ich das schon ehrenamtlich für die Deutsche Rentenversicherung. Man wird immer wieder neu geschult, wenn es aktuelle Änderungen gibt, und diese Beratungen werden nie langweilig, weil man immer mit Menschen mit spannenden Lebensgeschichten zu tun hat.“

Auch im Amt ist die Nachfrage groß: Seit April diesen Jahres hat Erhard Rudat schon 96 Menschen weiterhelfen können. Mitbringen müssen die Ratsuchenden zunächst mal nur ihre aktuelle Rentenauskunft: „Deshalb ist es gut, wenn die Leute vorher bei mir anrufen, um einen Termin zu vereinbaren. Ich kann dann schon überprüfen, ob die Rentenauskunft aktuell ist oder ob ich eine neue anfordern muss. Das kann ich auf kurzem Wege machen und dann steht einer Beratung nichts im Wege.“ Ein großer Vorteil der Beratung von Erhard Rudat ist auch, dass man nicht mehr weite Wege zu den Rentenkassenträgern nach Schwerin oder Lüneburg zurücklegen muss. „Bei mir erhalten Sie eine umfassende Beratung und schnell einen Termin ohne lange Wartezeiten“, wirbt Erhard Rudat, der sich Zeit für seine Kunden nimmt, ein sympathisches Auftreten hat und die komplizierte Materie gut erklären kann. Ob Altersrente, Rente mit 63, Krankengeld oder eine Erwerbsminderungsrente, Erhard Rudat hat den Durchblick und prüft genau, was für den Versicherten die meisten Vorteile bringt.

„Ich habe aktuell viele Fälle, für die die Rente mit 63 in Frage kommt. Ich rate aber oft: ‚Halten Sie noch ein paar Monate durch, dass zahlt sich für Sie mehr aus.‘“ Ebenso kennt sich Erhard Rudat mit den speziellen Fragen der Rente in den neuen Bundesländern aus, es ist ein Unding für ihn, dass die Renten in Ost und West immer noch nicht angepasst sind. Auch für jüngere Menschen ist ein Besuch bei Erhard Rudat interessant, denn das Thema Altersvorsorge ist ein Hobby des vielseitigen Rentners: „Die gesetzliche Rente macht ja oft nicht mehr satt. Riestern hat sich als keine gute Idee erwiesen. Ich empfehle oft als Altersanlage Immobilien, die bis zum Renteneintritt abbezahlt sind.“

Unklar ist noch, ob Erhard Rudat seine Beratung auch im nächsten Jahr fortsetzen kann: „Wir werden als Versichertenberater indirekt bei der Sozialwahl mitgewählt und übernehmen diese Aufgabe für sechs Jahre im Ehrenamt. Ich habe mich nochmal für den Landkreis Lüneburg beworben und muss jetzt abwarten, wie die Wahl ausgegangen ist. Mir liegt meine Tätigkeit im Amt Neuhaus sehr am Herzen, denn die Menschen hier sind mit vielem, was beispielsweise Beratung angeht, nicht gesegnet. Ich habe jetzt auch verstanden, warum eine Brücke so dringend gebraucht wird.“ Ein ganz anderer Termin im Amt steht für den passionierten Läufer aber für nächstes Jahr schon im Kalender: „Pfingstlauf in Stapel? Da mache ich mit.“

Die nächsten Termine der Rentenberatung sind Dienstag, der 28. November, sowie die beiden Dienstage 12. und 19. Dezember. Um eine feste Terminvereinbarung vorab wird gebeten.