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Hagenower Kreisblatt Pilzsammlerin findet bei Horst verwesten Leichnam

Von Redaktion svz.de | 19.09.2013, 02:14 Uhr

Gestern Nachmittag wurde nahe Horst in einem Waldstück zwischen B5 und der Elbe eine Leiche gefunden.

Den Fund hatte eine Pilzsammlerin der Polizei gemeldet. Die sperrte daraufhin den Bereich der Fundstelle weiträumig ab. Der Fundort befindet sich etwa 200 Meter entfernt von dem Aufnahmelager für Flüchtlinge und Asylbewerber, auf der anderen Straßenseite. Offiziell ist das eine „Außenstelle des Amtes für Migration und Flüchtlingsangelegenheit Mecklenburg-Vorpommerns.“

Der Mann aus Mauretanien hat sich offenbar selbst das Leben genommen. Wie die Staatsanwaltschaft Schwerin am Donnerstag mitteilte, wurden bei der rechtsmedizinischen Untersuchung der Leiche keine Spuren von Gewalt gefunden. "Wir gehen im Moment davon aus, dass er sich selbst das Leben genommen hat", sagte ein Sprecher. Tablettenreste bei dem Mann deuteten auf eine Vergiftung hin. Sicherheit könne erst eine toxikologische Untersuchung bringen.

Der 32-Jährige war laut Staatsanwaltschaft zuletzt am 25. August in der Einrichtung bei Boizenburg gesehen worden. Er war erst am 22. August aus einer Einrichtung in Nordrhein-Westfalen nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Laut Innenministerium dürfen Asylbewerber die Erstaufnahmeeinrichtung in Horst auf unbestimmte Zeit verlassen und sich im Landkreis Ludwigslust-Parchim aufhalten. Der Flüchtlingsrat warf die Frage auf, ob es beim Aufnahmegespräch in Horst Hinweise auf Probleme oder eine Erkrankung des Mauretaniers gab.