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Dreilützow Neuer Treffpunkt für Bewohner

Von THME | 05.08.2015, 20:00 Uhr

Für 60 behinderte Menschen im „Sankt Josef“ in Dreilützow konnte dank Bußgeldkasse des Bundestages Grillecke realisiert werden

„Die Umgestaltung der Sportwiese zu einem Platz der Begegnung für Junge und Alte gleichermaßen, liegt uns schon sehr lange am Herzen“, bekennt Mathias Thees, seines Zeichens Einrichtungsleiter des Wohnheimes für 60 behinderte Menschen „Sankt Josef“ in Dreilützow. Der 56-Jährige verweist im SVZ-Gespräch auf die vielen älteren Bewohner der Einrichtung, die vom Caritas Mecklenburg e. V. getragen wird. Und zeigt im selben Atemzug stolz die neueste Errungenschaft, eine Grillecke auf rund 200 Quadratmetern. „Nun sind wir auf unseren geselligen Veranstaltungen künftig witterungsunabhängig“, freut sich Thees und erzählt vom Deutschen Bundestag, der diesen rustikalen Treff erst möglich gemacht habe.

„Wir haben 12 000 Euro aus der Bußgeldkasse des Bundestagspräsidenten erhalten. Auf diese Idee ist noch das ehemalige Bundestagsmitglied Hans-Joachim Hacker von der SPD gekommen. Er hat sich dafür stark gemacht, dass wir diese Summe tatsächlich mit einsetzen konnten. Rund 10 000 Euro hat auch die Caritas beigesteuert. Der Unternehmer Jürgen Baumgarten aus Wittenburg hat 1000 Euro gespendet. Die Arztpraxis und Apotheke von Dr. med. Peter Warncke und seiner Frau Astrid aus Wittenburg haben sich ebenfalls großzügig beteiligt, so wie viele andere Privatspender.“ Insgesamt habe der neue Grillplatz rund 27 000 Euro gekostet. Eine ortsansässige Zimmerei habe den Auftrag ausgeführt. „Seitdem treffen sich die einzelnen Wohnbereiche dort auch mal abends, besuchen dank der Dauerbühne die Kino-Vorführungen oder spielen Tischtennis“, berichtet Thees. Und bekräftigt, dass die Umgestaltung der Wiese Stück für Stück weiter gehen werde. So sollen Ruhezonen entstehen. 30 Obstbäume seien bereits gepflanzt worden. „Wir wollen einen befestigten Rundweg anlegen. Desweiteren ist ein Solar-Springbrunnen geplant.“ Die Bewohner dürfen also weiterhin gespannt sein. Ihnen bietet die Caritas übrigens in Dreilützow verschiedene Wohnformen an: Wohnstätte St. Josef, Tagesgruppe, Außenwohngruppe, ambulant betreutes Wohnen sowie Trainingswohnen.

„Entsprechend ihres individuellen Hilfebedarfes können die Frauen und Männer unter fachlicher Begleitung von 39 Mitarbeitern so punktgenau herausfinden, was ihnen am besten liegt.“

Ziele der Wohnstätte
Die Wohnstätte hat eine Kapazität von 60 Plätzen in fünf Wohngruppen. In jedem Haus wohnen 12 Frauen und Männer in sechs Einzel- und drei Zweibettzimmern. Die Wohnanlage besteht aus fünf Häusern. Ziele in der Wohnstätte: Schaffung und Erhalt eines Zuhauses für jeden Bewohner der Wohnstätte. Individuelle Begleitung Behinderter  im Alltag. Training und Unterstützung in lebenspraktischen Bereichen. Förderung von Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Aufbau und Erhalt sozialer Kompetenzen sowie die Förderung eines selbst bestimmten Lebens.