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Lübtheen Netto geht Standortwechsel an

Von smor | 08.05.2015, 14:15 Uhr

Stadtvertreter thematisieren Anfang Juni Einkaufssituation in der Stadt / Konsum verhandelt über Präsenz in Innenstadt

Der Neubau soll nach Angaben der Stadt auf der Freifläche neben dem einstigen Aldi-Gebäude entstehen.

Zum Hintergrund: Im Februar 2014 zog Aldi aus dem Gebäude nahe der Schule aus. Seither war unsicher, ob in diese Immobilie wieder ein Supermarkt einziehen wird. Weil die Stadt die drei Einkaufsstandorte – in Lübtheen gibt es noch das Einkaufszentrum am Grünen Weg sowie den Netto in der Innenstadt und eine Einkaufsfläche nahe der Schule – behalten wollte, billigten die Stadtvertreter im Mai vergangenen Jahres die „Aufstellung eines Vorhaben bezogenen Bebauungsplanes“ und legten damit die Grundlage für die Ansiedlung eines weiteren Lebensmittelmarktes.

Eine Sprecherin des in Maxhütte-Haidhof ansässigen Unternehmens Netto Marken-Discount bestätigte auf SVZ-Anfrage, dass die bereits bestehende Filiale in Lübtheen durch einen attraktiven, zeitgemäßen Neubau ersetzt werden soll, der mit einer ausreichenden Anzahl von Pkw-Stellplätzen ausgestattet ist. Baubeginn solle noch in diesem Jahr sein, die Fertigstellung des neuen Marktes sei für voraussichtlich Mitte 2016 anvisiert.

Die Entscheidung für einen Neubau an anderer Stelle wurde damit begründet, dass die Bemühungen Nettos, am bisherigen Standort einen neuen Markt zu errichten, aufgrund der unterschiedlichen Interessenslagen zwischen dem Vermieter und dem Unternehmen nicht erfolgreich gewesen seien. Netto sei lediglich Mieter, nicht Eigentümer, so auch in Lübtheen, hieß es. Zum Investor für die neue Filiale wollte die Sprecherin keine Angaben machen.

Warum Netto nicht in die Verkaufsräume des alten Aldi-Marktes einzieht, erklärt Bürgermeisterin Ute Lindenau: „Der Aldi-Markt hat nicht die notwendige Größe für Netto und ist vom Kaufpreis zu teuer. Was die Eigentümer des ehemaligen Aldi-Marktes vorhaben, wissen wir nicht.“ Sie hofft, dass mit dem Netto-Neubau die Chancen zur Belebung der alten Immobilie in der Breitscheid-Straße wieder steigen.

Bei dieser Konstellation bliebe es allerdings bei zwei statt der von der Stadtverwaltung gewünschten drei Einkaufsstandorte. Die Lücke schließt möglicherweise die Konsumgenossenschaft Hagenow, die bereits 20 Einzelhandelsfilialen und einen Getränkefachgroßhandel im den Landkreis Ludwigslust-Parchim und im Amt Neuhaus betreibt.

Nach Lindenaus Kenntnis soll die jetzige Netto-Filiale nach dem Plan des Eigentümers der Immobilie für Konsum vergrößert werden.

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