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Stephan Leifels gehört zu den besten Staplerfahrern Deutschlands Mit Feingefühl zum Titel

Von Franca Niendorf | 20.09.2011, 10:00 Uhr

Der 30-Jährige hat sein Feingefühl bewiesen, als er sich für den Stapler Cup 2011 in Aschaffenburg qualifizierte. Dort kämpft er am 24. September mit 60 Kontrahenten um den Titel des Deutschen Meisters im Staplerfahren.

 

Um seine Chancen auf die zwölf Kilogramm schwere Meisterschale macht sich Stephan Leifels keine großen Gedanken. "Ich geh locker an die Sache ran", sagt er. "Für mich steht eher der Spaß im Vordergrund." Vier Mal war er bereits beim Vorentscheid in Rostock, immer mit Erfolg: Er qualifizierte sich für die Endrunde in Aschaffenburg und brachte 2008 sogar den Meistertitel mit nachhause. In diesem Jahr ließ der junge Mann etwa 2000 Mitbewerber aus bundesweit 26 Regionalmeisterschaften hinter sich. Am kommenden Wochenende müsse er nun beweisen, ob er erneut das Zeug zum besten Staplerfahrer Deutschlands hat und die richtige Mischung aus Schnelligkeit, Sicherheit und Feingefühl findet, heißt es von den Organisatoren des Wettkampfs.

Dann muss Stephan Leifels Kisten rangieren, sortieren, stapeln oder eben Golfbälle ins Ziel zirkeln. Kein Vergleich zu seinem Job in der Lager- und Logistikabteilung bei Dr. Oetker Wittenburg, wo er seit 2004 arbeitet. "Bei solchen Wettkämpfen ist alles viel feinfühliger", erklärt er, als er gerade eine große Palette Tiefkühlpizzen auf die Gabel nimmt. Schnell und routiniert sitzt das geschnürte Paket auf der Maschine. Dabei bedient er mittlerweile nicht mehr so häufig den Gabelstapler. Als Lagersteuerer kontrolliert er seit eineinhalb Jahren eher die technischen Abläufe. "Aber das Fahren verlernt man nicht." Außerdem nutze er noch oft genug die Gelegenheit, das Gefährt zu manövrieren. Gezielt trainieren tut er allerdings nicht.

Genauso entspannt sieht Stephan Leifels auch einem besonderen Duell am Freitag entgegen. Dann tritt er gegen Rennfahrer Andreas Wolf im Elektro-Kart an, in dem sein Kontrahent einen Weltrekord aufstellte. "Mal schauen", sagt er nur und lächelt. "Es ist schon eine Weile her, dass ich Kart gefahren bin." Seinen Trumpf im Zweikampf gegen Wolf kann er dann anschließend noch in seiner Paradedisziplin ausspielen.

Angefangen hat die Passion für solche Maschinen im Landwirtschaftsbetrieb seiner Eltern in Körchow. Das Technische habe ihm schon immer gelegen, sodass es auch beruflich in diese Richtung gehen sollte. Nun heimst der Heimat verbundene junge Mann damit auch noch Titel ein. Die nächste Chance wartet am Wochenende.