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Soziales Engagement Lions mit Riesenspende für die Tafel

Von Mayk Pohle | 07.11.2012, 11:51 Uhr

Spendenübergaben gehören für Peter Grosch, den Chef der Schweriner Tafel, zum Alltag. Doch die Summe, die er vom Lions-Club entgegennehmen konnte, war schon ungewöhnlich hoch.

Spendenübergaben gehören für Peter Grosch, den Chef der Schweriner Tafel, von Berufs wegen zum Alltag. Doch die Summe, die er gestern symbolisch aus den Händen von Lions-Präsident Rainer Wellenbrock und Schatzmeister Hubert Maus entgegennehmen konnte, war schon ungewöhnlich hoch. Imposante 17 000 Euro sind als Erlös des diesjährigen Lions-Balls zusammengekommen, 12 000 Euro davon wurde im Vorfeld des Balls durch die 27 Clubmitglieder bei vielen Unterstützern als Einzelspenden von 50 bis 2000 Euro eingeworben. Die restlichen 5000 Euro stammen aus dem Losverkauf am Ballabend. Tafel-Chef Grosch, im übrigen auch Träger des Bundesverdienstkreuzes: "Das ist die mit Abstand größte Einzelspende, die wir je bekommen haben." Das Geld werde gut angelegt, in moderne Kühltechnik für die gespendeten Lebensmittel, in neue Fahrzeugtechnik für die Verteilung und auch in neue Regalsysteme. Denn die Hygienevorschriften sind streng in Deutschland und gelten auch für die Tafeln.

Das Lions-Präsidium, das sich gestern im Alpincenter traf, war vom eigenen Erfolg selbst etwas überrascht, aber auch stolz auf die eigene Leistung. Es habe enorm viel ausgemacht, dass man den Zweck der Spenden so konkret benennen konnte und das das Geld in der Region bleibe. Auch wenn offiziell Schweriner Tafel als Empfänger auf dem Scheck steht, geht das Geld doch direkt in die Region. Denn die Tafel mit Hauptsitz in der Landeshauptstadt fühlt sich längst auch für ganz Westmecklenburg zuständig. So gibt es feste Ausgabestellen in Boizenburg, in Hagenow, Dömitz, Pampow und auch in Ludwigslust. Allein in der Lindenstadt versorgt die Tafel Tag für Tag mindestens 110 Kinder mit Essen. Zählt man die Zahl der "Stammkunden" in den Ausgabestellen zusammen, kommen ebenfalls hunderte Menschen zusammen, die regelmäßig von den Leistungen der Tafel profitieren. "Wir brauchen im Jahr so um die 120 000 Euro, um den ganzen Apparat am Laufen halten zu können", berichtet Grosch gestern. Die Spende des Lions-Clubs aus Ludwigslust sei daher mehr als willkommen. Die Tafel will sich nämlich nicht von öffentlichen Institutionen abhängig machen und legt Wert auf ihre Selbständigkeit, weil sie für alle Bedürftigen da sein will.

Im Südwesten des Landes gibt es so auch eine hervorragende Zusammenarbeit mit nahezu allen Supermarktketten (außer Aldi) und vor allem mit den Lebensmittelfirmen. Ob Dr. Oetker, ob Tchibo, die Edeka oder Danone, sie alle arbeiten eng mit der Tafel zusammen und spenden sehr regelmäßig Lebensmittel in großen Mengen.

Bei den Lions haben inzwischen schon die Planungen für den nächsten Ball begonnen. Mit dem 26. Oktober 2013 steht das Datum fest, auch das Alpincenter wurde nach den guten Erfahrungen dieses Jahr wieder gebucht. Für wen die Löwen der Region im kommenden Jahr auf Spendentour gehen werden, das konnte Präsident Rainer Wellenbrock noch nicht bekannt geben, weil noch nichts entschieden wurde. Fakt ist, dass der diesjährige Erfolg Mut auf mehr gemacht hat.