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Richtfest Jessenitzer Firma mit nächstem Schritt

Von Mayk Pohle | 30.11.2012, 07:29 Uhr

Anfang 2013 soll die neue Halle der Maschinenbau-Jessenitz GmbH in Betrieb genommen werden. Beim Richtfest wurde das Geheimnis um die künftige Nutzung gelüftet: Ein Unternehmen für Lasertechnik wird hier produzieren.

Wieder war es gestern ein besonderer Freitag für die Maschinenbau-Jessenitz GmbH und ihre 117-köpfige Belegschaft: Am Mittag wurde Richtfest für eine neue große Produktionshalle gefeiert, die mit ihren 2000 Quadratmetern Grundfläche bereits Anfang kommenden Jahres in Betrieb genommen werden soll. Geschäftsführer Rainer Studtmann lüftete gestern auch das Geheimnis um die Belegung der Halle. In ihr wird die bisher in Schenefeld bei Hamburg beheimateten Lasertechnik-Firma einziehen. Allerdings werden wohl nur wenige der bisherigen 40 Mitarbeiter den Umzug nach Mecklenburg mitmachen, so dass ab sofort 20 bis 25 neue Mitarbeiter für das seit Jahren zuverlässige wachsende Unternehmen gesucht werden.

Gefragt sind Metaller, möglichst mit Spezialkenntnissen und -fähigkeiten. Bezahlt wird mehr als solide und nach Qualifikation. Die alte Firma wird mit dem Jessenitzer Unternehmen verschmolzen, das in der neuen Halle vor allem Edelstahlprodukte in hoher Veredlung, Güte und Genauigkeit für Medizinprodukte herstellen wird. Um die Belegung der Halle war bis zuletzt ein Geheimnis gemacht worden, erst am Mittwoch fiel die Entscheidung.

Für Jessenitz sprachen die schnelle Möglichkeit der Erweiterung, die Förderung und die Konzentration an einem Standort sowie die günstigere Lage zu den Absatzmärkten, z. B. in Polen.

Bei der Investition geht es um mehr als zwei Millionen Euro bei entsprechender Förderung. Das Jessenitzer Unternehmen wird dabei von der Impreglon-Gruppe unterstützt, zu der es seit Jahren gehört und die auch immer eine zuverlässige Auftragslage abgesichert hat. Bis auf den Stahlbau gingen die Gewerke an einheimische Formen, so z. B an den Gewerbebau Wittenburg.

Mit der neuen Halle setzt das Spezialunternehmen seinen soliden Wachstumskurs fort. Am Ende dieses Abschnittes werden gut 140 Mitarbeiter in Jessenitz beschäftigt sein. Damit gehört das Unternehmen zu den ganz großen Arbeitgebern der Lübtheener Region.

Feierlich verabschiedet wurde gestern Egon Godenrath aus Lübtheen, der 47 Jahre in Jessenitz in der Firma gearbeitet hat und der als Arbeitsvorbereiter einen exzellenten Ruf genoss.

Traditionell wurde das Richtfest nach der Zeremonie mit Bauleiter Jürgen Karges mit einem deftigem Essen beschlossen. Weitere Expansionen schloss Geschäftsführer Studtmann nicht aus. Allerdings werden für weitere Hallen die alten Gebäude weichen.

Die Jessenitzer sind seit Jahren auf Sonderanfertigungen bei Hubgerüsten für Gabelstapler spezialisiert, die z. B. für Branchengrößen wie "Jungheinrich" gefertigt werden.