Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Wittenburg „Fremdgehen“ in der Feuerwehr

Von nien | 13.12.2016, 05:00 Uhr

Knapp 50 Nachwuchs-Brandschützer treten in den aktiven Dienst. Ihre Prüfung legten sie im Nachbarkreis Lauenburg ab.

Brandschutz-Verstärkung für die Region: Knapp 50 junge Feuerwehrleute sind im November und zuletzt Mitte Dezember in den aktiven Dienst getreten und verstärken nun die Wehren in der Wittenburger Region, in Goldenitz und Kraak. Allerdings legten sie ihre Prüfung im Nachbar-Landkreis Lauenburg ab, nachdem sie von Mitgliedern der Feuerwehren Kraak, Hohewisch und Wittenburg gezielt dafür geschult wurden. Warum? Kameraden aus Wittenburg kritisieren auf Nachfrage die Kreisfeuerwehrschule Ludwigslust-Parchim. Deshalb absolvieren sie seit Jahren Lehrgänge in Mölln oder Elmshorn statt in Hagenow.

Einerseits hätten einige Prüflinge bis zu zwei Jahre auf die Grundausbildung warten müssen, sagt Axel Körner, Zugführer in Wittenburg. Solange waren sie zwar Mitglieder der Wehr, konnten aber im Ernstfall nicht mit ausrücken. Andererseits gehe es um die Qualität der Ausbildung. Denn die spiele eine entscheidende Rolle, wenn man Brandschutz-Nachwuchs gewinnen und halten möchte, so Körner.

Er erzählt von Grundlehrgängen in Hagenow, wo Absolventen mit einem Bollerwagen als Löschfahrzeug losziehen. Im Nachbarkreis ist die Struktur gefestigt: Es gebe Löschgruppenfahrzeuge, Gefahrguttransporter und einen Brandübungscontainer in der dortigen Feuerwehrschule. „Dort spielen sie Fallbeispiele und Einsatzszenarien genau durch“, erklärt Axel Körner. Das mache Spaß, sei Anreiz und gebe mehr Sicherheit für die späteren Einsätze.

>> Einen ausführlichen bericht lesen Sie im Hagenower Kreisblatt und im ePaper.