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Kaarssen Ein Verlust für die ganze Region

Von snit | 28.04.2020, 18:30 Uhr

Neu gepflanzte Obstbäume an der K 57 in der Gemeinde Amt Neuhaus entwendet

Fassungslos vor Schock waren einige Mitglieder des Vereins Konau 11-Natur, als sie nach einem Hinweis aus dem Betrieb für Straßenbau und -unterhaltung des Landkreises Lüneburg feststellen mussten, dass ihnen 14 neu gepflanzte Obstbäume entwendet worden waren. Vermutlich erfolgte die Tat an der K 57 bei Bitter in Richtung Kaarßen zwischen dem 17. und 19. April.

„Zurückgelassen wurden nur die Baummanschetten und Pflanzkörbe“, berichtet Cornelia Bretz vom betroffenen Verein. Auch sie kann sich noch sehr gut daran erinnern, als die Bäume im Rahmen des Landschaftswerteprojektes „Obstbaumalleen und Streuobstwiesen wertschätzen und erhalten“ im vergangenen Herbst mit großem Aufwand in die Erde gebracht wurden.

Die Kreisstraße verläuft von Bohnenburg bis Stapel, ist rund 23 Kilometer lang und wird fast auf der gesamten Länge von Obstbäumen gesäumt. Zudem ist sie nicht allzu stark befahren und genau das könnte den Bäumen zum Verhängnis geworden sein. Denn so erzählt Cornelia Bretz weiter: „Was besonders auffällig ist: Die Täter gingen gezielt vor und nahmen nur bestimmte Sorten mit. Apfelsorten, die es in den meisten Baumschulen nicht zu kaufen gibt.“ Dieser Umstand lässt vermuten, dass die Diebe mit aller Ruhe und Sorgfalt an ihr Werk gegangen sind.“

Wegen der entwendeten Bäume wurde Anzeige erstattet. „Unabhängig vom Ergebnis der Ermittlungen muss der Verein selbst für den Schaden aufkommen, da für die neu gepflanzten Bäume aufgrund des Förderprojektes eine so genannte Zweckbindung besteht“, fährt Cornelia Bretz fort. Deswegen bittet der Verein nun die Bevölkerung darum, die Augen offen zu halten, damit es nicht zu weiteren Diebstählen kommt. „Denn solche Aktionen untergraben nicht nur die Bemühungen des Vereins für den Erhalt der alten Obstsorten in der Region. Sie bedrohen auch den Verein in seiner finanziellen Existenz“, wird Bretz deutlich.

Sollte es aufgrund weiterer Schädigungen tatsächlich zum Äußersten für den Verein kommen, würde allen Menschen in der Region unter anderem das umfangreiche Bildungs- und Mitmachangebot von Konau 11 - Natur genommen werden. Das würde nicht nur Cornelia Bretz sehr bedauern.