Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Bibliothek Zarrentin Ein Klostergeist spukt in der Bibo

Von THME | 12.12.2017, 12:00 Uhr

Zarrentin will mit neuem Maskottchen für sich und das altehrwürdige Gebäude werben. Die Idee dazu hatte Sabrina Haupt-Knossalla.

„Es ist mitunter doch schon ein wenig gruselig und geheimnisvoll, wenn in den Regalen wie von Geisterhand einfach Bücher umkippen oder das Kloster ächzt und stöhnt“, schmunzelt Sabrina Haupt-Knossalla und schwört hoch und heilig, dass diese Phänomene nicht ausgedacht seien. „Das ist der Klostergeist, erklären wir dann immer den Kindern, die uns in der Bibliothek besuchen kommen“, sagt die 37-Jährige, die seit März dieses Jahres in der Leihe arbeitet. Das historische Gebäude biete sich ja auch regelrecht an für ein Maskottchen, betont die gebürtige Schwerinerin im SVZ-Gespräch.

„Wir haben die Mädchen und Jungen aufgefordert, dem Klostergeist zu schreiben, um ihre Fragen an ihn loszuwerden. Und jedes Schreiben wird auch garantiert beantwortet“, verspricht die junge Frau. Die Kinder hätten im übrigen viel Spaß an diesem Postverkehr, versichert Sabrina Haupt-Knossalla. Sie und ihre Kollegen hatten dieser Tage den Nachwuchs in die örtliche Bücherei eingeladen, um die neue Kuschelecke zu präsentieren und die jüngst angeschafften Medien, die der Klostergeist verpackt hatte, wieder auszupacken. Bei der Gelegenheit verrät die Bibliotheksmitarbeiterin desweiteren, dass demnächst ein Münzprägeautomat angeschafft werden solle. „Hier kann sich jeder dann den Klostergeist sogar mit nach Hause nehmen.“

Für Bürgermeister Klaus Draeger ist die „Entdeckung“ des spukenden Klostergeistes „eine tolle Idee.“ Schließlich sei die Ausleihe ja auch so etwas wie ein Aushängeschild für die Stadt, deren Team es hervorragend verstünde, den Kindern und Jugendlichen vielfältigste Aktivitäten zu bieten. „Man kann froh sein, wenn man so eine kreative Truppe im Kloster hat, die das Gemäuer mit Leben erfüllt.“ Der Klostergeist solle natürlich auch die Kunde von der traumhaft schönen Schaalseestadt in die nahe wie weite Welt hinaustragen, betont das Stadtoberhaupt gegenüber der Redaktion. „Spätestens im nächsten Jahr werden wir auch einen Aufruf starten, wie unser Klostergeist denn heißen soll.“

Doch zurück zur Bibliothek: Sie sei für die heranwachsenden aus Zarrentin und Umgebung schöner und frischer gestaltet worden, verrät Sabrina Haupt-Knossalla.„Wir haben jetzt auch eine Jugendecke mit Soundsystem, wo sich die jungen Leute bei Bedarf mal zurückziehen können. Ein Regal haben wir extra für sie freigeräumt. Viele kommen, um ihre Freizeit bei uns zu gestalten.“ Das Alter der Bibliotheks-Besucher schwanke zwischen drei bis 15 Jahren, erklärt Sabrina Haupt-Knossalla, die sich übrigen riesig darüber freue, dass die Angebote von den Mädchen und Jungen so toll angenommen würden. „Wir versuchen ein riesiges Spektrum anzubieten und dem auch gerecht zu werden. Bisher ist uns das auch immer sehr gut gelungen. Was natürlich für uns kein Grund zum Ausruhen ist. Denn, gerade wenn man Kindern und Jugendlichen etwas bieten will, muss man sich immer was Interessantes einfallen lassen.“