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Lübtheen Ein echtes Lübtheener Urgestein

Von TROE | 19.12.2016, 12:00 Uhr

Unzählige begrüßen Karl Schmoranz auf dem Weihnachtsmarkt. Seit Jahren engagiert er sich im Ort. Die Bürgermeisterin dankt allen Helfern.

„Es ist wieder soweit, in wenigen Tagen hat uns das Weihnachtsfest erreicht. Das Fest, das wir alle sehnsüchtig erwarten, das Fest der Besinnlichkeit, des Schenkens und der Zuwendung zu Anderen“, freute sich Lübtheens Bürgermeisterin Ute Lindenau gemeinsam mit dem Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde, dass zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Sonnabend der Festplatz um die Lübtheener Kirche schon bestens gefüllt war. Aber auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Museums „Altes Küsterhaus“ empfingen schon von Beginn an zahlreiche Neugierige.

Und obwohl die Entfernung zwischen dem Kirchplatz und der Schulstraße nur wenige Meter beträgt, hatte Karl Schmoranz auf dem Weg in sein Museum unzählige Hände zu schütteln. Spätestens daran konnte man unmissverständlich erkennen, dass es sich bei dem in Gießhübel im Adlergebirge geborenen 83-Jährigen um ein echtes Lübtheener Urgestein handelt.

„Als gelernter Landmaschinen-Pumpenbau- und Traktorenschlosser gehörte seinerzeit das Schmieden zu meinem täglichen Brot“, berichtet Karl Schmoranz, während er nicht ohne Stolz in einem seiner unzähligen Aktenordnern blättert, in denen er sein gesamtes Arbeitsleben akribisch dokumentiert hat. „Das mache ich heute auch noch fast täglich“, sagt Schmoranz und verweist auf die lückenlose Aufzeichnung seiner ehrenamtlichen Arbeiten an der vierhundert Meter langen Lübtheener Promenade, die er Jahr für Jahr instand hält. „Unser Bauhof muss lediglich den Schotter zur Verfügung stellen, um den Rest kümmert sich Karl Schmoranz dann ganz selbstständig.

Solche engagierten Bürger müsste es hier in Lübtheen viel mehr geben“, sagte die Bürgermeisterin. Inzwischen hat Karl Schmoranz die Kunst des Schmiedens auch schon an seinen Sohn Bernd und Enkel Christian weitergegeben, die am Sonnabend vielen Kindern aber auch erwachsenen Besuchern des Museums einen Einblick in dieses alte Handwerk gaben.

Lange Schlangen bildeten sich beim diesjährigen Weihnachtsmarkt auch wieder beim Ponyreiten mit dem Reiterhof „Zum Blau“ aus Schlonsberge bei Woosmer. „Unsere beiden Ponys ‚Pia’ und ‚Alex’ sind nur zwei von insgesamt 25 Pferden, die gemeinsam mit sieben Wasserbüffeln auf unserem Reiterhof leben dürfen“, erzählt Michaela Gooth, während sie die Kinder auf eines ihrer liebevoll geschmückten Ponys setzt. „Schon von jeher erhalte ich beim Weihnachtsmarkt tatkräftige Unterstützung von Kim Leubert sowie Sahra und Saskia Meißner, die allesamt seit mehr als zehn Jahren eine Reitbeteiligung auf meinem Hof besitzen“, sagt Michaela Gooth.

Bürgermeisterin Ute Lindenau war voll des Lobes für die gewohnt großzügige Unterstützung durch unter anderem die Kindertagesstätte, den Hort, den Bauhof, die Freiwillige Feuerwehr sowie das Pflegeheim Lobetal, die bereits am Freitagabend gemeinsam mit der Bürgermeisterin die große Bühne weihnachtlich dekoriert hatten.