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Besitz Dorfverein Bitter fürchtet, seine Heimstatt zu verlieren

Von mani | 27.02.2014, 13:37 Uhr

Die von der vorigen Verwaltungsspitze aufgezeichneten Möglichkeiten, das Gemeindehaus in Bitter, in dem der Dorfverein Bitter untergebracht ist, mit einem schlüssigen Konzept zu sanieren, haben sich alle in Luft aufgelöst.

Der Verein wäre inzwischen aber schon froh, wenn alles so bliebe, wie es zurzeit ist. Er ist Pächter des Gebäudes und zahlt alle Nebenkosten wie Strom, Grundsteuer usw. selbst.

Doch dass es so bleibt, wie es ist, ist nicht sicher. Denn es gibt einen Kaufinteressenten für die Immobilie, zumindest besteht eine Anfrage an die Gemeinde, ob das Gebäude zu verkaufen ist und wenn ja, zu welchem Preis. Sollte dann ein Kaufantrag vorgelegt werden, wird letztendlich im Rat über einen Verkauf entschieden, und zwar hinter geschlossenen Türen im nichtöffentlichen Teil, wie alle Grundstückskäufe oder -verkäufe.

„Wir haben mit der Gemeinde einen Pachtvertrag, der noch bis 2018 läuft“, bestätigt die Vorsitzende des Vereins Steffi Hanstedt. Den Wunsch des Vereins, im Gebäude bleiben zu können, trug sie in einer Sitzung des Bauausschusses vor. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen Raum, eine Küche und einen Sanitärbereich mit etwa 5000 Euro Eigenmitteln und viel Eigenleistung hergerichtet und möchten diese Räumlichkeiten gerne weiter nutzen. Wir haben aber auch Verständnis dafür, dass die Gemeinde, wenn sich ihr die Gelegenheit bietet, das Gebäude verkaufen will“, unterstreicht Hanstedt. Ein eventueller Käufer würde natürlich den Pachtvertrag mitübernehmen müssen, der Verein dürfte bis 2018 seine Räume nutzen. Aber was käme danach?

Eines ist wohl ziemlich klar, die Gemeinde würde in die Sanierung des Gebäudes keinen Euro investieren. Klaus Niederhoff (Unabhängige) hat dazu eine klare Meinung. „Ich hätte nie gedacht, dass sich überhaupt jemand für die Immobilie interessiert. Wenn es einen Kaufantrag dafür gibt, müssen wir verkaufen. Das steht für mich völlig außer Frage. Irgendwann fällt es uns auf die Füße und wir müssten sanieren oder abreißen, das kostet alles Geld, was wir nicht haben.“

Es gibt allerdings auch noch eine andere Möglichkeit, nämlich den Verkauf an den Verein selbst, wohl auch zu einem symbolischen Preis. Der Dorfverein in Stiepelse hatte seinerzeit sein Gebäude für den symbolischen einen Euro erworben. Das sieht die Vorsitzende Steffi Hanstedt aber skeptisch. „Wir sind ein kleiner Verein mit nur wenig über 20 Mitgliedern. Das ist, glaube ich, schwer leistbar.“ Klaus Niederhoff gibt zu bedenken, dass bei einem Verkauf an den Verein für die Gemeinde ein Risiko bestehen bleiben würde. Sollte sich der Verein irgendwann auflösen, fiele das Gebäude an die Gemeinde zurück. Trotzdem hätte der Verein natürlich die Möglichkeit zu kaufen, noch vor jedem anderen Interessenten.