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Neuhaus Brückenfest bleibt Brückenfest

Von Maria Nielsen | 13.08.2015, 11:49 Uhr

Ob mit oder ohne Querung, das Brückenfest am 3. Oktober wird weiterhin als Begegnung zwischen Ost und West gefeiert werden

Beinhaltet das Angebot des THW für die Stromversorgung auch die ganzen Leitungen, hat sich ein bestimmter Anbieter fest angemeldet, wer fragt da nochmal nach, wer schreibt die Rechnungen für die Standgebühren, wie viel Handzettel sollen gedruckt werden, sollen die „Deelenpetter“ vor oder nach den „Schrotttrommlern“ auftreten?

Wer als Unbeteiligter an einer Vorbereitungssitzung für das Brückenfest 2015 am 3. Oktober teilnimmt, bekommt in etwa eine Ahnung, wie viel Arbeit und Aufwand hinter der Organisation steckt. Das „Orga-Team“ besteht aus etwa 15 Mitstreitern, man trifft sich seit April in regelmäßigen Abständen. Inzwischen ist alles schon ziemlich konkret, die Liste mit den Ständen ist so gut wie vollständig, Einzelheiten müssen noch geklärt werden. Auch das Bühnenprogramm steht, wie Jörg Sohst, bei dem alle Fäden zusammen laufen und der immer den Überblick behält, zu berichten wusste. Und die Frage, ob zuerst die Tanzgruppe oder die Trommler auftreten sollen, konnte auch schnell geklärt werden.

Bürgermeisterin Grit Richter berichtete über den Stand der eingegangenen Spenden. „Bisher sind 2100 Euro eingegangen, das ist ungefähr die Summe, die auch im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt auf dem Brückenkonto war“, so Richter. Sie würde in Kürze zum zweiten Mal zum Spenden aufrufen. Der Verein hofft, dass noch mehr reinkommt, denn das Fest finanziert sich aus den Spenden und aus den Gebühren für die Stände. Und so ein Fest kostet, wenn man zum Beispiel bedenkt, dass die Vereine und Gruppen, die das Bühnenprogramm gestalten, alleine schon 2500 Euro beanspruchen.

Im Übrigen können auch private Personen spenden, und zwar auf das Gemeindekonto mit dem Vermerk „Brückenfest“. Jede noch so kleine Spende würde helfen, unterstrich Richter. Denn das Brückenfest soll gefeiert werden, auch wenn die Enttäuschung, dass der Landkreis die Planungen für eine Berücke eingestellt hat, noch tief sitzt. Das Motto war und ist ja die Begegnung zwischen hüben und drüben, zwischen Ost und West. Und es wird natürlich weiterhin Brückenfest genannt werden und nicht Fährfest, wie Landrat Nahrstedt der Bürgermeisterin vor längerer Zeit mal vorgeschlagen hatte.

In diesem Jahr werden wie im vergangenen Jahr 500 Plakte DIN A4, 150 Plakte DIN A1 und 5000 Flyer DIN A 6 gedruckt und verteilt. Und quer über der Ankündigung steht dann ein trotziges „Jetzt erst recht“.

Und da die Gefahr, dass der Fährbetrieb der Gemeinde Neu Darchau dicht machen muss, weil eine Brücke gebaut wird, zumindest für eine lange Zeit nicht besteht, gibt es mit der Gemeinde Neu Darchau hoffentlich auch keinen Stress mit der Aufstellung von Plakaten. Es geht ja um die Begegnung.