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Ehemaliger Truppenübungsplatz bei Lübtheen Brandstiftung: Waldbrand wieder aufgeflammt, Evakuierung vorbereitet

Von Robert Lehmann | 30.06.2019, 14:17 Uhr

Nachdem es bereits vergangene Woche auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen gebrannt hat, hält ein neues Feuer an der gleichen Stelle die Region in Atem. Es bestehe der Verdacht der Brandstiftung, teilte die Einsatzleitung am Sonntag mit.

Der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ist wieder aufgeflammt. Aktuell brennen 35 Hektar Wald in der Nähe der Ortschaften Jessenitz/Werk und Trebs. Die Feuerwehr spricht von einem Brand auf Buschhöhe. Eine Evakuierung, vor allem mit Blick auf Trebs, wird vorbereitet.

Fenster und Türen geschlossen halten!

Durch die starke Rauchentwicklung sind auch die Orte Ramm, Belsch und Lübbendorf betroffen, hier sollten Fenster und Türen geschlossen gehalten werden. Die Polizei ist zudem im Einsatz und bestreift den Truppenübungsplatz. „Wir haben ein Problem mit Schaulustigen. Sie sollten dringend den Platz verlassen“, so Christian Nagel, Pressesprecher der Technischen Einsatzleitung. Die Lage sei brisanter als beim vorherigen Brand. Er geht davon aus, dass sich das Feuer durch Wind und die Hitze neu entfacht hat.

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Mehrere Feuerwehren sind zur Bekämpfung des Brandes in Einsatz. Die Technische Einsatzleitung wurde wieder hochgefahren. Zur Versorgung der Einsatzkräfte ist der DRK-Betreuungszug Ludwigslust des Katastrophenschutzes alarmiert.

Aktuell wurde mit der Bewässerung der Ringstraße auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz begonnen. Weitere Maßnahmen werden zurzeit vor Ort beraten. Da es sich bei dem Gebiet um eine munitionsbelastete Fläche handelt, besteht für alle Einsatzkräfte ein Sicherheitsabstand von 1000 Metern.

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Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises Ludwigslust Parchim hat bereits den Feuerlöschpanzer angefordert. Hauptaufgabe der Feuerwehren vor Ort ist zurzeit die Sicherung der Orte Trebs und Jessenitz/Werk, dort werden Wasserwände, eine sogenannte Riegelstellung, aufgebaut. Wegen der rasanten Ausbreitung des Waldbrandes findet heute um 19.00 Uhr eine Pressekonferenz mit dem Landrat statt.

Hinreichender Verdacht auf Brandstiftung

Beim erneuten Waldbrand besteht der hinreichende Verdacht auf Brandstiftung. Das hätten die ersten Erkundungen ergeben, teilte die Einsatzleitung mit. Die Polizei ist bereits darüber informiert, der Kriminaldauerdienst nimmt die Ermittlungen auf. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Artikel zu den Großbränden in Lübtheen und Groß Laasch im letzten Jahr: