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Bleckede Bauarbeiten im Hafen voraus

Von Redaktion svz.de | 28.02.2019, 09:59 Uhr

Hafenplatz, Promenadenweg und Anlegestelle: Bleckede möchte Aufenthaltsqualität entlang der Elbe erhöhen

Er wirkt trist und wenig einladend. Dabei soll der Hafen in Bleckede doch ein Anziehungspunkt mit Erholungswert sein. „Der Tourismus in Bleckede stützt sich auf drei Säulen. Sie sind das Schloss, die historische Innenstadt und der Hafen“, sagt Bürgermeister Jens Böther. „Um das Schloss und die Innenstadt kümmern wir uns bereits“ - und nun soll auch etwas im und am Hafen passieren.

Schon vor Jahren hat es einen Antrag in der Stadtvertretung gegeben, die Flächen an der Elbe aufzuwerten. Passiert ist bisher aber nicht viel. „Der aktuelle Impuls kommt nun durch eine Potenzialanalyse im Zuge des Leitprojekts ‘Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge’ der Metropolregion Hamburg“, so Jens Böther. In diesem sollen Maßnahmen umgesetzt werden, um den Elbabschnitt zwischen Hamburg und Wittenberge zu einem Naherholungs- und Tourismusziel zu entwickeln. Gelingen soll das in Bleckede mit fünf Baumaßnahmen im vorderen Bereich des Hafens, also entlang der Elbstraße.

Nachdem Monika Scherf, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, zuletzt zwei Förderbescheide von der EU und der Metropolregion Hamburg in Höhe von insgesamt knapp 350 000 Euro an den Bürgermeister übergeben hat, sind derzeit drei Teilschritte ausfinanziert. Die Kosten für diese werden auf rund 560 000 Euro geschätzt, für die Stadt Bleckede bleibt somit ein Eigenanteil von 210 000 Euro übrig. Damit soll vor allem die Buswendeschleife am Hafen befestigt und ein „wetterfester Unterstand“ gebaut werden. Das restliche Geld fließt in einen Hafenplatz mit Stufenanlage und den Anleger für den historischen Raddampfer „Kaiser-Wilhelm“.

„Ich denke, dass wir ab Mai mit den Bauarbeiten anfangen können“, sagt Christian Krause, Bauplaner der Stadt Bleckede. „Sie wurden so geplant, dass die Fähre weiterfahren kann. Allerdings könnte es zu Beeinträchtigungen bei der Zufahrt kommen. Darüber werden wir rechtzeitig informieren.“

Zum Ende des Sommers könnten die drei Maßnahmen abgeschlossen sein. Wann die beiden anderen Teilschritte „Promenadenweg“ und „Reisemobilstellplatz“ erfolgen, ist noch nicht klar. „Die Fördermittel dafür sind noch nicht bewilligt“, so Jens Böther. Und für die Kosten von noch einmal 480 000 Euro kann die Stadt nicht alleine aufkommen.

Robert Lehmann