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Wittenburg: Alpincenter soll Überschwemmungs-Problem lösen Banges Warten auf nächsten Regen

Von Mayk Pohle | 20.10.2011, 07:42 Uhr

Das Thema ist ein altes und war schon oft präsent in der Stadtvertretung. Jetzt ist es eigentlich gelöst aber doch noch nicht so ganz. Die Rede ist von den regelmäßigen Überschwemmungen in der Rosenstraße in Wittenburg.

Das Thema ist ein altes und war schon oft präsent in der Stadtvertretung. Jetzt ist es eigentlich gelöst aber doch noch nicht so ganz. Die Rede ist von den regelmäßigen Überschwemmungen in der Rosenstraße. Viele Jahre herrschte dort schon bei mittelschwerem Regen "Land unter", weil die kaputte und viel zu klein dimensionierte Kanalisation der Wassermassen nicht Herr wurde und das Wasser dann auch nicht abfließen konnte.

Jetzt, so verkündete stolz die Stadt, sei die Sanierung der Regenwasserkanäle in der Rosenstraße endlich abgeschlossen worden, für die stolze Summe von 335 000 Euro. Immerhin musste das eigentlich arme Wittenburg alles aus eigener Tasche bezahlen. Auf 140 Meter wurde für die Straße Rohre in der Größenordnung DN 800 verlegt, einschließlich der Abzweige im Kreuzungsbereich der Schlüterstraße. Doch ob das alles etwas nützt, hängt wahrscheinlich von den Holländern der van der Valk-Gruppe ab. Denn das Wasser aus der Rosenstraße fließt in den so genannten Gasgraben und dort kann es nicht mehr weg, wenn nicht ein neuer Graben gebaut wird. Vertragsmäßig ist dabei alles klar, denn der Graben liegt auf dem Gelände des benachbarten Alpincenters.

Bereits der Halleninvestor Hanel hatte sich zu der Entwässerungsmaßnahme verpflichtet, die Holländer übernahmen diese Pflicht in ihrem Kaufvertrag. Benötigt wird eine Art Durchstich vom Gasgraben in Richtung Entwässerung der Motel, damit beim schwallartigen Anfall der Wassermassen diese auch abfließen können und nicht etwa in die Wittenburger Altstadt zurückschwappen. Bürgermeister Norbert Hebinck gehört zu denen, die das Problem nun gern endgültig vom Tisch hätten. "Wir haben als Stadt nun unsere Hausaufgaben gemacht und sind nun darauf angewiesen, dass die anderen ihren Verpflichten nachkommen. Es gab schon so viele Termine zu diesem Thema, dass wir nun endlich einen klaren Zeitplan brauchen", bekannte er kürzlich in einem Pressegespräch.

Der jüngste Trubel um die Neueröffnung der Halle kam dabei wie gerufen. Denn solange das Skiareal geschlossen war, wollte und konnte die Stadt nicht auch noch mit dem Kanal kommen. Auch dieser ist nicht umsonst zu haben und wird wohl mehr als 200 000 Euro kosten.

Nach SVZ-Informationen hat Hebinck die Pressekonferenz am vergangenen Sonnabend genutzt, um das Thema mit der Valk-Gruppe zu besprechen. Angesichts der Umbauten und des Raumordnungsverfahrens liegt es auf der Hand, dass auch die Entwässerungssituation des Riesengeländes neu geordnet werden muss. Nicht nur in der Rosenstraße hofft man nur, dass es jetzt möglichst schnell geht.