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Boizenburg Ankunft im Zielbahnhof Abitur

Von KFRI | 18.07.2016, 21:00 Uhr

Am Freitag erhielten die Abiturienten des Elbe-Gymnasiums ihre Zeugnisse bei einer feierlichen Übergabe in der St. Marienkirche

Endlich war es soweit. Vor wenigen Tagen konnten die diesjährigen Abiturienten des Elbe-Gymnasiums ihre Zeugnisse entgegennehmen und damit den Lohn für ihre Mühen der letzten Monate.

„Wir erreichen in Kürze planmäßig den Zielbahnhof Abiturzeugnis“, hatte Direktor Gerald Kersten kurz zuvor in seiner erfrischend bündigen Rede versprochen. „Sie haben Anschluss an alle Bildungs- und Ausbildungslinien sowie die Fernbahn. Dieser Zug endet hier.“

Er redete dann noch von Überfliegern und langsam Reisenden - doch für alle war an diesem wichtigen Tag klar, dass das Abitur für niemanden ein Sackbahnhof ist.

Detlef Arlt vom Schulverein würdigte das große gesellschaftliche Engagement dieses Jahrgangs, der den diesjährigen Projekttag „Schule gegen Rassismus“ großartig organisiert und durchgeführt hatte und griff dabei das Bild von Direktor Kersten auf: „Ob japanischer Shinkansen oder Harzer Bimmelbahn - jeder Zug braucht eine Lok.“ Als Loks wurden dann alle die Schüler ausgezeichnet, die sich neben ihrem Unterricht noch ehrenamtlich engagiert hatten.

Beste mit einem Durchschnitt von 1,0

Zu den Überfliegern zählten die drei besten Schüler dieses Jahrgangs: Clara Goosmann aus der 12 B mit einem Notendurchschnitt von 1,0, Hannes Tschechner aus der 12 C mit einem Durchschnitt von 1,1 und André Müller mit einem von 1,3.

Clara Goosmann und Hanes Tschechner hielten dann auch mit viel Humor die traditionelle Schülerrede und verglichen ihre Zeit am Elbe-Gymnasium mit dem Leben auf einer Insel bei zuvor unbekannten Ureinwohnern. „Mathe war wie ein undurchdringlicher Dschungel“, erklärte Clara Goosmann. „Zum Glück schwebte das Damoklesschwert über uns. Wir mussten es nur ergreifen und das Dickicht zerschlagen.“

Am allerwichtigsten sei es gewesen, zu lernen, sich wohl zu fühlen, aber es nicht zu zeigen, meinte die junge Dame und erntete damit lautes, zustimmendes Lachen.

„Es ist Zeit, die Insel zu verlassen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Wer weiß, wo das Meer uns hintreibt“, meinte Hannes Tschechner. Beide dankten allen Tutoren und Lehrern. Aber vor allem dankten sie ihrem Jahrgang. „Die Zeit mit Euch war unvergleichlich schön“, riefen sie ihren Mitschülern zu und ernteten einen so großen Applaus, dass man annehmen kann, ihre Mitschüler sahen das ebenso.