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Adventsrätsel: Justizia im Haus Wo knifflige Situationen gelöst wurden

Von Nadine Schuldt | 06.12.2021, 18:19 Uhr

Die Wittenburger erkannten die einstige Milchfabrik sofort. Heute suchen wir ein Haus, in dem Justizia einst wirkte.

Die süße Kondensmilch, die einst in dem Wittenburger Betrieb produziert wurde, hat niemand vergessen. Klar, dass viele Anrufer richtigerweise auf die Milchfabrik tippten. "Die Kondensmilch war so lecker, dass man sie direkt aus dem Behältnis löffeln konnte", sagt Silke Baumgarten. Das Erzeugnis eignete sich scheinbar auch als Eierlikör-Zutat. "Als Sechst- oder Siebtklässlerin hatte ich manchmal etwas vom selbstgemachten Eierlikör meiner Mutter genascht und die Flasche dann mit der Kondensmilch wieder aufgefüllt", erzählt sie und lacht. Ihrer Mutter sei das nie aufgefallen. Die süße Kondensmilch sowie das Milchpulver waren überall begehrt. Paul Burmeister und Klaus Peter Schäfer sorgten dafür, dass die Maschinen reibungslos liefen. "Von einer Mangelwirtschaft hatten wir im Betrieb nichts gemerkt, Ersatzteile für die Maschinen konnten immer besorgt werden", erzählt Schäfer, der dort seine Ausbildung machte und von 1982 bis 1988 in der Milchfabrik arbeitete. Paul Burmeister war sogar Brigadeleiter in der Milchfabrik und kann sich sowohl an die Herstellung als auch den Vertrieb des Vollmichpulvers erinnern. "Es wurde auch an die Schoko-Fabrik Delitzsch geschickt", sagte Burmeister. Dass die Kondensmilch ein Renner war, sei klar. "Das war die zweite Währung", sagte er und lachte. "Wittenburg hatten einen guten Ruf über die Grenzen hinaus", betont auch Heinz Ebeling, der vor etwa 15 Jahren von Niedersachsen nach Wittenburg zog. Er sei früher stark in der Milchwirtschaft tätig gewesen und deshalb sei ihm die Milchfabrik schon lange Zeit bekannt. Stephan Jaklin ist gelernter Milchwirtschaftler und interessiert sich für historische Milchbetriebe. Ein guter Kumpel sei einst technischer Leiter in dem Wittenburger Betrieb gewesen und hatte beispielsweise die Dampfkessel betrieben. "Sie wurden damals mit Braunkohle betrieben und immer wenn es geschneit hatte, war der Schnee nicht weiß, sondern eher grau", erzählt der 34-Jährige. Walter Hegenbart hatte einst nur vier Hausnummern von der Milchfabrik gewohnt. Dass die Leute den Betrieb im Volksmund als Molkerei bezeichnen, habe damit zu tun, dass einst am Eingangstor Milch abgegeben und verarbeitet wurde.

Keinen Betrieb, sondern ein Gebäude, in dem Justitia eine Zeit lang das Sagen hatte, suchen wir heute. In dem Haus wurden auch die Schmerzen von Menschen gelindert oder sogar geheilt. Heute ist das Haus unter anderem ein Anlaufpunkt für Besucher. Wer die richtige Antwort parat hat, kann heute von 11 bis 11.30 Uhr unter der Telefonnummer 03883/61088232 anrufen. Unter allen Anrufern verlosen wir eine kleine Aufmerksamkeit. Viel Spaß beim Rätseln.