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Tripkau 4. Hofpause: Gabi wird vermisst

Von Maria Nielsen | 18.08.2015, 11:45 Uhr

Tripkauer veranstalteten ihr Dorffest mit Gaudi-Sportfest, Musik und Andacht, Frühschoppen und dem beliebten Theaterstück

Gabi, Antons Angetraute, ist nicht vom Osterfeuer zurück gekommen. Anton kann sich an nichts erinnern, denn er hatte reichlich ins Glas geschaut. Wo mag sie nur sein, ist ihr was passiert? Der Bauer macht sich dann doch so viele Sorgen um seine Frau, dass er die Polizei einschaltet. „Gabi ist weg“ hieß das Theaterstück, dass  die Theatergruppe Tripkau zur inzwischen vierten „Hofpause“  aufführte und das jedes Mal mehr Publikum anzieht, ist der Spaß doch garantiert.

Das von Sportverein, Feuerwehr und Karnevalsverein organisierte, zweitägige Dorffest findet auf dem Platz des ehemaligen Schulhofes zwischen Kirche und Pfarrhaus statt und erfreut sich großer Beliebtheit. Los geht es schon sonnabends mit der „Gaudi-Olympiade“ , abends wir geknobelt und Skat gedroschen und sonntags geht es nach einer Andacht mit dem Frühschoppen weiter. In diesem Jahr zum ersten Mal dabei war der Shanty-Chor aus Bleckede.

Doch unstrittiger Höhepunkt ist die Aufführung eines selbst verfassten Schwanks der Theatergruppe Tripkau. Die Mitglieder entwickeln eine Idee und Claus Hahn, ehemaliger Lehre und Schulleiter in Tripkau und  Kaarßen bringt alles in eine Form, schreibt die Dialoge und führt die Regie.

Natürlich herrscht erst einmal Chaos, bevor sich zu guterletzt noch alles wieder in Wohlgefallen auflöst. Gabi ist weg und bleibt auch weg,  obwohl die Polizei in Gestalt von Kommissar Krause  akribisch ermittelt und alle Verdächtigen verhört. Mutter Ida tröstet sich mit dem einen oder anderen Schnaps und Bauer Anton guckt auch gerne der jungen Frau hinterher, die beim Osterkaffee aushelfen soll. Da kommen die Verwandten, die sich schon ausmalen, was wäre wenn..., ja, wenn die Gabi gar nicht mehr zu finden ist. Es gibt immer mal wieder Szeneapplaus und Elfriede Schönau setzt als Antons Mutter mit kräftigem Wiener Dialekt (sie ist gebürtige Wienerin) einen schönen Kontrast zur norddeutschen Aussprache der übrigen  Darsteller. Kräftiger Applaus an Ende des Stückes und für Claus Hahn von seinen Schauspielern noch ein extra Dankeschön.  „Von uns für euch“ ist das Motto der Hofpause, das Hendrik Stille bei der Abmoderation noch einmal nannte.